SHEMITAH exposed

Are we facing a catastrophe? It is one that may begin in September of 2015 if not sooner. A 3,000 year old mystery, called the Shemitah.

COMPACT-TV Magazin

Das wichtigste TV-Nachrichtenjournal der alternativen Medienszene geht in seine dritte Ausgabe. Nein, das ist kein Eigenlob, sondern geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über COMPACT TV hervor. Auch in dieser Sendung werden wieder die heißen Themen der Zeit aufgegriffen.

Speakers' Corner

Oliver Janich und Robert Stein präsentieren aus dem Speakers' Corner Studio in München interessante Talkgäste zu aktuellen Themen.

Die ungestellten Fragen zum IS

RT Deutsch Reporter Nicolaj Gericke hat den Publizisten Jürgen Todenhöfer zu seinem Aufenthalt beim Islamischen Staat interviewt. Das 37-Minuten Interview ist das längste, welches Todenhöfer bisher zu seinen Erfahrungen mit dem IS gegeben hat und beleuchtet bis dato nicht oder nur sehr oberflächlich angesprochene Aspekte zum IS.

Demonstration gegen Münchner Sicherheitskonferenz

Vom 6. - 8. Februar fand die 51. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Für den Samstag hatte ein breites Bündnis um den Friedenswinter zu den jährlichen Gegenprotesten aufgerufen. Nach Polizeischätzungen versammelten sich 4000 Demonstranten.

Ewald Stadler über die Ukraine-Krise

Ewald Stadler berichtet objektiv seine Eindrücke als Wahlbeobachter am Donbass im November 2014 und auf der Krim im März 2014.

Syrien Tagebücher

Die junge Russin Anastasia Popowa hat mit Mut und Fleiß ein anderes Syrien gezeigt als die NATO-Propaganda. Sie wurde dadurch zu einem wichtigen Korrektiv für alle, die den Tatsachen dieses unerklärten Krieges auf die Spur kommen wollen.

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Mittwoch, 18. Juni 2014

ISIS im Irak | Der Westen bestellte das Feld, jetzt kommt die Ernte

„Herr, die Not ist groß, die Geister, die ich rief, werd' ich nicht mehr los.“ Treffender als mit diesem Zitat aus Goethes Zauberlehrling kann die aktuelle Situation im Irak wohl kaum beschrieben werden, ohne den Eindruck erwecken zu wollen, dass die Situation vor den Feldzügen der Gruppe "Islamischer Staat im Irak und der Levante" (ISIS) besonders rosig gewesen wäre. Der Irak erfährt eine neue Welle des Terrors. Das Land im Mittleren Osten ist bereits mehrere Male Schauplatz von Krieg und Zerstörung gewesen. Der Erste Golfkrieg, angetrieben durch die USA um an iranisches Öl zu kommen, endete ohne Sieger mit Waffenstillstand, aber mit hohen menschlichen Verlusten. Von mindestens 367.000 und maximal 875.000 Opfern (so genau zählt das keiner) auf beiden Seiten ist die Rede. Dieser Krieg brachte acht Jahre (1980 - 1988) Verderben.

Der Zweite Golfkrieg, oder auch erster Irakkrieg (echt verwirrend so was) begann mit der Eroberung Kuwaits durch den Irak 1990, also nur zwei Jahre später. Waren wir, also der Westen, im Ersten Golfkrieg noch ganz dicke Freunde mit Saddam (die westlichen Nationen verkauften Waffen noch und nöcher) fanden wir die Annexion Kuwaits gar nicht mehr witzig. Wer Gut und Böse ist bestimmt schließlich immer noch Washington. Ein Jahr später 1991 war der Spuk dann auch wieder vorbei. Resultat: 20.000 – 35.000 Tote auf irakischer Seite, 1200 auf kuwaitischer und die Koalition gegen Saddam (die üblichen Verdächtigen – USA, Saudis, Großbritannien usw.) kam auf 392 Gefallene. Casus Belli hier: Die Eroberung Kuwaits. Jedenfalls laut Wikipedia, als eigentlichen Casus Belli könnte auch die „Brutkasten-Lüge“ herangezogen werden.

Der Zweite Irakkrieg, oder Dritter Golfkrieg, war dann nur noch eine vollkommen völkerrechtswidrige Invasion des Iraks durch die USA und die üblichen Verdächtigen, die sich diesmal „Die Koalition der Willigen“ nannte. Casus Belli hier: Saddam ist der „zweite Hitler“ und hat Massenvernichtungswaffen, die auch bis nach Europa kommen könnten. Alles gelogen wie sich später herausstellen sollte und was der damalige US-Außenminister Colin Powell später als „Schandfleck seiner Karriere“ beschrieb. Und natürlich soll Saddam etwas mit Al-Qaida und 9/11 zu tun gehabt haben, was genau bleibt der Phantasie überlassen. Phantasie haben die Schergen in Washington schließlich genug wenn es um den Casus Belli geht. Lange Rede, kurzer Sinn: Saddam endete am Strick und die Amis waren ab 2003 im Irak um *Räusper* „Demokratie zu bringen“

Die einzigen Massenvernichtungswaffen, die man (jetzt) im Irak finden kann, hat die NATO selbst dort abgefeuert: Uran-Munition. Der Irak wurde zurück in die Steinzeit gebombt mit schrecklichen Folgen für kommende Generationen. Riesige Areale unter anderem um Bagdad sind radioaktiv verstrahlt und damit unbewohnbar. Wer die höchsten Missbildungsraten bei Neugeborenen weltweit sucht, muss nur in den Irak fliegen und dort ein Kinderkrankenhaus aufsuchen. Die Halbwertszeit der durch den Einsatz von Uran-Munition entstandenen radioaktiven Isotope beträgt 4,5 Milliarden Jahre. Der Irak ist verstrahlt.

Jetzt bekommt dieses von Terror und Krieg seit Jahrzehnten gebeutelte Land Besuch einer islamistischen Terrorgruppe – ISIS. Der Spiegel schreibt: „Die Terrorgruppe Isis wächst zu einer gefährlichen Armee heran. Die Dschihadisten haben vom irakischen Militär modernes Kriegsgerät erbeutet, und sie haben genug Geld, um sich auf dem globalen Schwarzmarkt mit den besten Waffen einzudecken. […] ISIS gilt als finanzstärkste Terrorgruppe der Welt.“ Woher hat ISIS das Geld und die Waffen? Natürlich von unseren guten Kumpeln in Saudi Arabien, die immer wieder gerne bei uns einkaufen um ihr eigenes Volk oder andere zu unterdrücken. Saudi Arabien zusammen mit Jordanien, Türkei und Katar waren und sind maßgeblich an der Bewaffnung, Ausbildung und Finanzierung eben solcher Terrorgruppen in Syrien beteiligt. Dort in Syrien sind sie Freunde, Rebellen, Opposition oder Freiheitskämpfer, die sich gegen den bösen Despoten Assad auflehnen. Jetzt im „demokratisierten“ Irak sind es Terroristen.

Die New York Times, die über zuverlässige Quellen in Washington verfügt, publizierte am 24. März 2013 einen Bericht mit dem Titel „Arms airlift to Syria rebels expands, with aid from CIA“. Dort zeichnet die Zeitung die Entwicklung dieser „secret airlifts“ nach und dokumentiert, auf welchen Wegen Katar und Saudi Arabien im Verbund mit der Türkei und Jordanien und unter der Koordination und Aufsicht der CIA gigantische Mengen an Waffen nach Syrien verfrachten, um den Aufstand gegen Assad voran zu bringen. Die Zeitung beruft sich unter anderem auf Aussagen von Jihadisten-Chefs in Syrien, Insider in Washington, Experten der Konfliktforschung sowie auf die Auswertung von Flugdaten und anderem Beweismaterial. Die geheimen Waffenlieferungen wurden in der Regel von den beteiligten Regierungen abgestritten.

Nach vorsichtiger Schätzung seien mit 160 Flügen bereits dreitausendfünfhundert Tonnen Waffen und militärisches Gerät transportiert worden, sagte Hugh Griffiths, Experte für illegalen Waffenhandel vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut, damals der New York Times. Man müsse „angesichts der Intensität und Häufigkeit dieser Flüge von einer gut geplanten und koordinierten geheimen Militäroperation ausgehen.“

Zugegeben, all diese Gruppen, die sich in den Krisengebieten in Middle East tummeln, auseinander zu halten ist recht komplex. Wer sich da aus was gründet, auflöst oder zusammenschließt ist extrem unübersichtlich. So gibt es in Syrien die Nationale Koalition (unterstützt von USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich), die Muslimbrüder und die Freie Syrische Armee (FSA) (supported durch Türkei) und die al-Qaida-nahe al-Nusra-Front. Letztere stand 2013 kurz vor ihrer Auflösung, nachdem ISIS massenhaft Mitglieder abwarb. ISIS betonte nach einem Abwerben von ca. 80 % der al-Nusra Kämpfer öffentlich, dass die al-Nusra Front und sie jetzt vereinigt sind, auch wenn dies der restliche Teil der Nusra-Front um den Anführer Abou Mohammad al Joulani mehrmals dementiert hat. Gegenwärtig sind im Juli 2013 nahezu unüberbrückbare Spannungen zwischen der ISIS und der FSA entstanden, während die Nusra-Front eher dazwischen steht und versucht sich wiederaufzubauen. Weitere syrische Rebellengruppen sagen sich von der Nationalen Koalition los, die im Westen als wichtigste oppositionelle Organisation gilt.

Ganz nebenbei wurde übrigens durch die UN ein Waffenembargo gegen die al-Nusra-Front verhängt. Richtig so! Sollen die erst mal mit den Knarren hinkommen, die wir ihnen schon gegeben haben. Ein solches Embargo bringt übrigens herzlich wenig, wenn wir weiter an die Saudis Waffen verhökern, diese dann über Umwege in den Händen islamistischer Terroristen in Syrien landen und von da in den Irak gelangen. Auch in Syrien sollte es längst zum Eingreifen durch NATO-Truppen gekommen sein, wenn es nur nach der NATO ginge. So wurde Obamas rote Linie überschritten, die er extra für Assad gezogen hat – Giftgas gegen die eigenen Leute. Da wäre er wieder gewesen, der Casus Belli für die NATO. Dumm nur, dass Russland und China da nicht mitspielten um ein Desaster wie in Libyen zu verhindern. Obamas überschrittene Linie kristallisiert sich zudem mehr und mehr als False Flag Operation heraus. Es ist wahrscheinlich, dass die Rebellen den damaligen Anschlag ausübten um eine Intervention der NATO herbeizuführen.

Apropos False Flag Operation gegen Syrien: In der Türkei trafen sich zum Gespräch Außenminister Ahmet Davutoğlu, sein Staatssekretär Feridun Sinirlioğlu, der General Yaşar Güler und Geheimdienstchef Hakan Fidan. Davutoğlu beginnt das Gespräch: "Der Premierminister hat gesagt, dass wir in der gegenwärtigen Situation diesen Angriff (gemeint ist die Bedrohung des Grabs von Süleyman Shah, dem Großvater des Gründers des Osmanischen Reiches ) als Chance für uns sehen sollten."
Der Geheimdienstchef, ein enger Vertrauter Erdoğans, schlägt sofort vor: "Ich schicke vier Männer auf die andere Seite und lasse sie acht Stück (also Granaten oder Raketen) auf ein leeres Feld (in der Türkei) schießen. Das ist kein Problem. Ein Vorwand lässt sich konstruieren..." Der General ist konsterniert: "Das ist ein direkter Kriegsgrund", sagt er. "Ich meine, was wir da tun würden, ist ein direkter Kriegsgrund!" Geplant wurde ein inszenierter Angriff auf die Türkei um diesen dann dem Assad-Regime in die Schuhe zu schieben.

Auch der Iran spielt eine Rolle. Die maßgeblich schiitische, islamische Republik Iran ist im sunnitischen Saudi Arabien verhasst, für Sunniten sind Schiiten abtrünnige Ungläubige, die man bekämpfen und töten müsse. Die Unterstützerrolle, die der Iran für das Assad-Regime spielt, macht ihn bei den Saudis auch nicht gerade beliebt. Der Irak und der Iran haben etwas gemeinsam, nämlich eine schiitische Regierung. Angebote von Seiten Irans, man könne gemeinsam mit den USA gegen ISIS ankämpfen sind von Präsident Rouhani gemacht worden, doch die Amerikaner sind nicht darauf eingegangen.

Der Experte für den Nahen Osten, Journalist und Autor Arnold Hottinger schreibt über die Beziehung Irak – Iran - USA:

„Iran genießt in Bagdad mehr Vertrauen

Das Vertrauen zwischen Maliki und der Regierung Irans ist zweifellos größer als das zwischen Maliki und den Amerikanern.  Dies schon deshalb weil die Amerikaner es nie unterlassen, Maliki öffentlich dafür zu tadeln, dass er eine einseitige Politik zugunsten der irakischen Schiiten betreibe und die Aufsässigkeit der Sunniten weitgehend selbst provoziert habe. Ganz abgesehen davon, dass er den Verbleib von amerikanischen Truppen und Ausbildern nach 2011 unterband, indem er und "sein " Parlament es ablehnten, den amerikanischen Soldaten Straffreiheit gegenüber den irakischen Gerichten zuzusichern.

Kritik der amerikanischen Offiziere

Die amerikanischen Offiziere, die heute noch als Sicherheitsoffiziere im Rahmen der amerikanischen Botschaft mit der irakischen Armee zusammenarbeiten, sprechen sich äußerst negativ über deren  Fähigkeiten, Moral und Kampfbereitschaft aus. Dies obwohl sie wissen, dass die USA vor ihrem Abzug nicht weniger als 25 Milliarden Dollars dazu verwendet hat, um diese Truppen auszubilden. Seit Maliki regiere, erklären sie, sei es mit der irakischen Armee bergab gegangen. Dies aus politischen Gründen; beständige Führungswechsel seien eine der Folgen der Politisierung der Armee.

Die amerikanischen Gewährsleute sagen, die Politisierung der irakischen Armee, Korruption, schlechte Führung, kaputte Waffen und Material, mangelndes Vertrauen zwischen Armee und Regierung hätten alle zur Demoralisierung der irakischen Truppen beigetragen. In Mosul hätten vier der 14 irakischen Brigaden kampflos das Feld geräumt und ihre, von Amerika gelieferten, Waffen dem Feind überlassen. Sogar in Bagdad kämen manche der Wachsoldaten zur Arbeit mit zivilen Kleidern unter der Uniform, so dass sie diese gegebenen Falles nur ausziehen müssten, um als Zivile zu fliehen.

Allerdings habe es sich bei den vier Brigaden um gemischte Einheiten gehandelt mit sunnitischen, schiitischen und kurdischen Soldaten. Jene, die nur aus Schiiten bestünden, stünden näher bei Bagdad und könnten sich möglicherweise als loyaler und entschlossener erweisen.“

Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, ob der Irak, egal wie verstrahlt das Land ist, nicht über eigenes Militär und Polizei verfügt um diese Terroristen zu verjagen? Schlecht ausgerüstet und demoralisiert, aber Polizei und Militär existieren. Man muss hier nur wissen, wo die Prioritäten liegen: 100.000 Polizisten schützen die irakischen Ölanlagena, genau da fließt die Aufbauhilfe hin. 25 Milliarden Dollar haben die USA aufgebracht um die irakischen Truppen auszubilden und diese Truppen werden nicht mit 8000 ISIS-Kämpfern fertig?! Unsere Medien versuchen uns gerade zu verkaufen, dass der Einmarsch der Islamisten plötzlich aus dem Nichts kam, binnen weniger Tage, ein Blitzkrieg quasi und „Assad hat es möglich gemacht“. In Zeiten wo wir ein Handy auf 50 Zentimeter genau orten können, die NSA alles und jeden überwacht, kam der Einmarsch von 8.000 ISIS-Kämpfern ganz überraschend? Der NSA-Agent, dem das entgangen ist, sollte zur Strafe ein Jahr lang nur Angela Merkel abhören dürfen.

Die 32 bis 37 Prozent der Sunniten im Irak fühlen sich durch die schiitische Regierung diskriminiert, weshalb für einige wenige der Überfall der sunnitischen Islamisten ganz gelegen kommt. Was die USA immer noch nicht ganz verstanden haben ist, dass die Unterstützung von Terrorgruppen in Land A, das Bekämpfen der gleichen in Land B und das Hinterlassen verstrahlter Erde unweigerlich zu mehr Hass, Abneigung und Extremismus führt und somit zum Blowback. Also besser schon mal vorsorglich Kriegsschiffe in den Persischen Golf, da ist man dann auch wieder praktischer Weise in Nähe des Irans. Vielleicht ist das aber auch alles genau so geplant: Israelische Strategieexperten sahen den Irak als die größte strategische Herausforderung seitens der arabischen Staaten an. Aus diesem Grunde stand der Irak im Zentrum der Balkanisierung des Nahen und Mittleren Ostens und der arabischen Welt. Auf der Grundlage der Konzepte des Yinon-Plans haben israelische Strategen die Aufteilung des Irak in einen kurdischen Staat und zwei arabische – einen schiitischen und einen sunnitischen – Staaten gefordert. Den ersten Schritt zur Umsetzung dieser Pläne bildete der Krieg zwischen dem Irak und dem Iran, der schon im  Yinon-Plan [dieses 1982 veröffentlichte Strategiepapier wurde nach seinem Verfasser Oded Yinon, einem hochrangigen Mitarbeiter des israelischen Außenministeriums, benannt] erörtert worden war.

Zur Frage der Kurden im Irak nochmal Arnold Hottinger:
„Was die Kurden angeht, scheinen sie ihre Entscheidung bereits getroffen zu haben, indem sie Kirkuk besetzten, oder, wie sie es formulierten, vor der Bedrohung durch ISIS "in Schutz nahmen". Gleichzeitig erklärten sie sich auch bereit, Maliki gegen ISIS zu helfen. Sie nützen also das Vakuum aus, das durch den weitgehenden Zusammenbruch der irakischen Armee entstanden ist, um ihre alten Anliegen gegenüber Bagdad durchzusetzen.
Gleichzeitig zeigen sie sich auch bereit, mit Bagdad zusammenzuarbeiten. Sie wissen wohl, dass Bagdad in seiner heutigen Lage auf  ihr Hilfsangebot nicht verzichten kann und sich daher gezwungen sieht, die einseitigen Schritte seiner kurdischen Freunde und potentiellen Helfer hinzunehmen.“

Ein weiterer Experte für die Region, Jürgen Todenhöfer, schätzt die Lage im Irak so ein, dass es sich bei den kämpfenden, islamischen Truppen nicht ausschließlich um ISIS-Mitglieder handeln könne. Seiner Auffassung nach spiele ISIS als Juniorpartner des Aufstandes zwar eine militärische Rolle, aber mit ihren etwa tausend Mann vor Mossul hätten sie in der Fast-Zwei-Millionen-Stadt keine Chance. Der „Nationale, Panarabische und Islamische Widerstand“ (FNPI) hingegen ist in Mossul mit über 20 000 Mann präsent und wird von der Bevölkerung getragen. Das ist eine säkulare Koalition mehrerer Gruppen, die schon mit großem Erfolg gegen die US-Armee gekämpft haben. Dieser irakische Widerstand, bei dem Todenhöfer 2007 im umkämpften Ramadi eine Woche verbrachte, ist von den USA jahrelang systematisch totgeschwiegen worden, obwohl er ihr Hauptfeind war. Er hat sie letztlich aus dem Irak vertrieben.

Steckt der saudische Geheimdienstchef »Chemie-Bandar« hinter den Chemiewaffenangriffen in Syrien?
Wie die Videos von dem Chemiewaffen-Angriff in Syrien inszeniert wurden
Syrien: Blackout der Medien angesichts neuer Enthüllungen
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Samstag, 19. April 2014

Syrien | Tagebücher

Die junge Russin Anastasia Popowa hat mit Mut und Fleiß ein anderes Syrien gezeigt als die NATO-Propaganda. Sie wurde dadurch zu einem wichtigen Korrektiv für alle, die den Tatsachen dieses unerklärten Krieges auf die Spur kommen wollen.

Was ist in Syrien passiert? Woher kam das Chaos in einem schönen, ruhigen Land? Syrer, die für den Krieg verurteilt werden? Diese Fragen werden im Film "Syrisches Tagebuch" beantwortet

Reporter: Anastasiya Popova
Kameramann: Michael Witkin
Regisseur: Evgeny Lebedev

Sieben Monate Berichterstattung aus Syrien

Sonntag, 26. Januar 2014

Montreux | Friedenskonferenz


Die Konferenz in Montreux zur Gestaltung der Zukunft Syriens hat begonnen, Freitag geht es in Genf weiter und unser alter neuer Außenminister Frank Walter Steinmeier hat schon von sich gegeben, dass man keine Wunder erwarten dürfe. Halt stopp! Denn ein Wunder hat es ja schon gegeben. Wunder weil wunderlich.
Auf wunderliche Art und Weise sind Fotos von Gefolterten aufgetaucht, die ein anonymer Fotograf mitgehen lassen haben will. Solche Fotos würden angefertigt um der Bürokratie in Syrien zu beweisen, dass die aufgetragenen Hinrichtungen ordnungsgemäß erfolgten. 11.000 Tote, 55.000 Fotos. Wunderlich, dass diese Fotos ausgerechnet zum Zeitpunkt der Syrien-Konferenz auftauchen. Genauso wunderlich wie der Giftgasanschlag in Damaskus, der sich genau dann ereignete, als eine UN-Truppe im Lande war um genau DAS zu klären, nämlich ob Assad Giftgas einsetzt. Die deutsche UN-Mitarbeiterin Angela Kane machte später deutlich, dass eben nicht klar gesagt werden könne, wer den Anschlag begangen hat. Klar sei nur, DASS es einen Angriff gegeben habe, aber nicht von WEM. Das haben unsere Leitmedien dann aber leider vergessen an die große zu Glocke zu hängen. Unsere Leitmedien haben stündlich darüber berichtet, dass der Despot Assad sein eigenes Volk vergast. Dass es wahrscheinlich ist, dass es eben genau die Regierungsgegner waren, um den Inspekteuren auch etwas zu liefern, verlief im Sande.
Zufall? Nein, Propaganda! Als Edward Bernays gleichnamiges Buch „Propaganda“ 1928 erstmals erscheint, ruft das Wort keine guten Assoziationen hervor. Sein Autor jedoch glaubt zutiefst an die Notwendigkeit von Propaganda. Da der Begriff sich nicht so einfach rehabilitieren lässt, prägt er dafür in seinem Buch ein anderes Wort: Public Relations. Der Neffe Sigmund Freuds berichtet in seinem Buch, das auch Goebbels inspirierte, wie sich über den gezielten Zugriff auf das Unbewusste Waren verkaufen oder unpopuläre Maßnahmen durchsetzen lassen. Zitat: „Propaganda gewöhnt die Öffentlichkeit an den Wandel und den Fortschritt.“ Propaganda oder auch PR wurde seit je her benutzt um Kriege durchzusetzen. Der dreisteste Fall ist vielleicht derjenige, der uns den Golfkrieg 2.0 verkaufen sollte. Die kuwaitische Regierung hatte damals aus dem Exil die PR-(oder Propaganda) Agentur Hill & Knowlton für zehn Millionen Dollar beauftragt, dem US-Kongress ein Eingreifen des US-Militärs zu Gunsten Kuwaits schmackhaft zu machen.
Aus Wikipedia: „Die damals fünfzehnjährige Tochter des kuwaitischen Botschafters Saud Nasir as-Sabah gab sich als kuwaitische Hilfs-Krankenschwester aus und gab vor einem informellen Menschenrechtskommittee des US-Kongresses unter Tränen eine Erklärung ab: Sie habe freiwillige Arbeit im Al-Adnan-Krankenhaus in Kuwait-Stadt geleistet und sei dabei Zeugin des Eindringens irakischer Soldaten geworden. Sie sagte: „Ich habe gesehen, wie die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen …, die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben.“ Sie gab lediglich ihren Vornamen mit „Nayirah“ an. Erst sehr viel später stellte sich heraus, dass ihr Bericht falsch bzw. erfunden war, dass die Jugendliche nie dort gearbeitet hatte, und dass sie die Tochter des kuwaitischen Diplomaten war. […] Die Darstellung der Jugendlichen hatte eine durchschlagende Wirkung auf die Politik der USA gegenüber dem Irak. Präsident George H. W. Bush erwähnte deren Geschichte in den nächsten fünf Wochen sechs Mal. Aber auch Amnesty International veröffentlichte am 19. Dezember 1990, über drei Monate nach dem Auftritt des Mädchens, einen 84-seitigen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, welche die Brutkästen-Behauptung enthielt. Sie wurde auch noch am 8. Januar 1991 von einem führenden Mitarbeiter von Amnesty International vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten wiederholt. Der US-Senat stimmte schließlich am 12. Januar 1991 mit 52 zu 47 Stimmen für einen Krieg gegen den Irak, was 1991 zum Zweiten Golfkrieg führte. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 250 zu 183 Stimmen für den Krieg.“ Ganz großes Kino!
Nur ein Beispiel von vielen. Zurück nach Syrien: Nachdem die Strategie des Überschreitens der roten Linie, Giftgas gegen das eigene Volk, unter anderem am Widerstand Russlands scheiterte, nun die Fotos von Folteropfern des Assad-Regimes. Der Spiegel schreibt: „Die Veröffentlichung (der Fotos) wird die Friedenskonferenz in der Schweiz beeinflussen.“ Richtig, das sollen sie ja auch. Oder ist es doch nur Zufall, dass die Fotos zeitgleich mit der Konferenz auftauchen?! „In politics, nothing happens by accident. If it happens, you can bet it was planned that way.“ Franklin D. Roosevelt. Zum Spiegelartikel
Die Fotos zeigen deutlich Verletzungen, aber auch nichts weiter. Keine Hinweise auf Ort, Zeit oder Täter. Ähnlich wie bei der Tötung Osama bin Ladens. Als Beweis für den Tod bin Ladens verkauften uns die US-Propagandisten dieses Foto. Auch einige Bilder in schlechter Qualität vom Tatort im pakistanischen Abbottabad, die unter anderem einen Blutfleck zeigen sollen, existieren, aber kein toter bin Laden. Die Leiche hat man praktischer Weise direkt im Meer versenkt. Da haben die Spin-Doctors ganze Arbeit geleistet.
Wer das politische Schachbrett kennt, weiß dass Syrien als Eingang in den Iran gilt. Wer es nicht kennt, möge sich mit Zbigniew Brzezinskis Machwerk „The grand chessboard“ befassen. Die frisch gewählte schiitische Rohani-Regierung in Teheran unterstützt die schiitische Regierung unter Assad. Das ehemals persische Reich erlangt neues Selbstwertgefühl und zeigt dies auch, entsendet sogar zwei Kriegsschiffe in den Atlantik. Der Iran wird mehr und mehr von den westlichen Nationen als Staat wahrgenommen, mit dem man verhandeln kann und muss. Das passt einigen Verbündeten in der Region Naher Osten so gar nicht. Für Israel zum Beispiel war es eine heftige Ohrfeige am 5+1-Treffen nicht Teil nehmen zu dürfen. Weshalb wohl der Iran kurze Zeit vor der Syrien-Konferenz wieder ausgeladen wurde. „Auf Druck der USA“ hieß es, „Druck der USA“ heißt wohl, dass sich die mächtigen zionistischen Lobbyverbände in Washington für ein Fernbleiben des Irans stark gemacht haben. Das sunnitische Saudi Arabien dürfte ebenfalls seinen Part dazu beigetragen haben, den verhassten schiitischen Iran von der Konferenz fern zu halten. Für den Westen geht es wie immer um Rohstoffe, für die Region auch um Religion – Sunniten, Schiiten und zionistische Juden in Israel.
Kommen wir wieder zu den Fotos der Folteropfer, oder besser zu Folter im Allgemeinen. Wenn jetzt Folter, so verwerflich und abscheulich sie ist, als Grund herangezogen wird, eine Militärintervention der NATO zu rechtfertigen, dann haben wir noch einiges vor der Brust. Auch hier in Europa und bei Verbündeten wie Saudi Arabien, Katar, Israel und viele andere. Manfred Nowak war UNO-Sondergesandter für Folter von 2004 bis 2010. Der Österreicher be- und untersuchte Länder auf der ganzen Erde, er sprach mit Opfern und Tätern. Er klagt an, dass in vielen Ländern Polizei beziehungsweise Militär schlecht ausgebildet und ausgestattet sind und somit keine andere Möglichkeiten haben als zu foltern um Ermittlungserfolge zu erzielen. Laut Nowak wird in 90 Prozent der Länder gefoltert. Schlimmer noch: „Folter ist ein Standard-Repertoire der Kriminalpolizei, auch in Demokratien“, so Nowak. Für seine Untersuchungen ist er auf die Kooperation der Staaten angewiesen, die gesamte arabische Welt, die USA und Russland verweigerten ihm die Zusammenarbeit. Die USA haben mit 9/11 und den darauf folgenden „War on Terror“ die menschenrechtliche Unantastbarkeit des Folterverbotes aufgehoben. Manfred Nowak wurden Gespräche mit Gefangenen in Guantanamo verweigert. Neben seinem Buch „Folter: Die Alltäglichkeit des Unfassbaren“ befasst er sich auch mit Verbrechen in den CIA-Geheimgefängnissen wie in Abu-Ghuraib und der Methode des „Detention by Proxy“, eine beliebte Methode um sich die eigenen Hände nicht schmutzig zu machen, man lässt einfach durch andere Länder foltern. Oder dem „Prison of darkness“ in der Nähe von Kabul, das er als schreckliche Steigerung von Guantanamo sieht. Manfred Nowak war im Januar 2002 Richter am internationalen Gerichtshof in Bosnien Herzegowina, dort bekam er mit, wie sechs freigesprochene Häftlinge von der CIA verschleppt und nach Guantanamo gebracht wurden. Die sechs wurden beschuldigt einen Anschlag auf die US-Botschaft in Sarajevo geplant zu haben und von Nowak, mangels Beweise, freigesprochen. Einer befindet sich noch immer dort.
Auch Isolationshaft ist Folter und findet statt. Zum Beispiel bei unserem Verbündeten Israel, wo Mordechai Vanunu elf Jahre in Isolationshaft verbringen musste, weil er das israelische Atomwaffenprogramm auffliegen lies.
Anfang 2013 traten tausende palästinensische Häftlinge in Israel in den Hungerstreik, als laut wurde, dass ein Häftling an den Folgen von Folter durch die Israelis gestorben sein soll. Die Haftbedingungen in den meisten israelischen Gefängnissen beschreibt Nowak auch als Folter.
Und tippe ich „Folter Saudi Arabien“ bei Google ein, spuckt die Suchmaschine 196.000 Ergebnisse aus. Saudi Arabien – einer unserer fettesten Homies da unten, der größte Abnehmer deutscher Rüstungsgüter.
KenFM im Gespräch mit Karin Leukefeld über: Syrien-Konferenz in Montreux

Freitag, 6. September 2013

Echte Fründe ston zesamme | USA wirbt um Unterstützung für Syrieneinsatz


Echte Fründe ston zesamme, ston zesamme su wie eine Jott un Pott...
Das haben die USA nebst ihren jeweiligen Administrationen ein wenig falsch verstanden. In der Beziehung USA und den Freunden auf der restlichen Welt hat erste Priorität nicht der Zusammenhalt, sondern die Lüge. Nicht, dass den USA der Zusammenhalt nicht wichtig wäre. Das Zusammenstehen ist den USA von eklatanter Wichtigkeit. Wenn sie einen Militärschlag planen. So argumentierte der US-Außenminister John Kerry im Senat: „Der Präsident fragt sie nicht nach einem Krieg. Der Präsident fragt sie nach einer militärischen Aktion.“ Ahja! Für mich als wandelnden Kollateralschaden ist das besonders wichtig, ob mir der Granatsplitter einer „militärischen Aktion“, oder eines „Krieges“ die Pelle zersiebt. Ich weiß gerade gar nicht, ob Kerry als guter Redner gilt, aber das war schon nicht schlecht. Fremdschämen war allerdings angesagt als Kerry die „Saddam-Hitler-Keule“ einsetzte: „Adolf Hitler hat sechs Millionen Juden vergast […] Saddam Hussein hat Giftgas gegen sein Volk eingesetzt!“ Ja, ist klar, Kerry. Natürlich ist das wieder der absolute Beweis. Fehlten nur noch ein paar Bilder von abgemagerten KZ-Insassen, ein Hakenkreuz und vielleicht noch das ein oder andere Massengrab.
Kerrys Rede
Der Krieg … räusper... Militäreinsatz muss verkauft werden und zum Verkaufen braucht es Emotionen, sprich: Bilder und bildhafte Rhetorik – Pathos statt Inhalt, Rhetorik statt Beweise. Russlands Präsident Putin fasste es vor dem G20-Treffen so zusammen: „Er lügt, und er weiß, dass er lügt. Es ist traurig“. Kerry absolvierte ein Studium der politischen Wissenschaften an der Yale University. Wie viele andere Yale-Absolventen ist er Mitglied der studentischen Verbindung Skull & Bones. Kerry meldete sich 1966 freiwillig zum Dienst in der US Navy, wo er eineOffiziersausbildung absolvierte. Nachdem er im Vietnamkrieg verletzt wurde kehrte Kerry als absoluter Kriegsgegner in die USA zurück. Das war damals. Heute wird die Kriegstrommel geschlagen. Ein anderer Kriegstreiber ist, neben Obama natürlich, John McCain, der schon im Jahre 2010 öffentlich forderte, in Bezug auf den Iran: „...endlich den Abzug zu ziehen!“
Pull the trigger
McCain war ein Befürworter des Irakkrieges, kritisierte jedoch früh die Strategie von Präsident Bush und das Pentagon, zu wenig Soldaten im Irak stationiert zu haben. Seiner Forderung nach mehr Streitkräften zur Bewältigung der Probleme wurde schließlich 2007 entsprochen. Laut einem Bericht der US-Armee soll die Aufstockung der Truppen der Hauptgrund für eine deutliche Verbesserung der Lage im Irak gewesen sein. Er ist ein starker Kritiker der Außenpolitik von Barack Obama. So sagte er: "Zu behaupten, dass Al-Qaida 'auf der Flucht' sei, zeigt ein mir völlig unverständliches Maß an Realitätsverlust." McCain schließt ein militärisches Vorgehen gegen den Iran als letzte Möglichkeit nicht aus. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2008 sang er bei einer Veranstaltung den Refrain des Liedes "Bomb Iran" (dt.: bombardiert Iran), eine Abwandlung des Liedes „Barbara Ann“ der Beach Boys.
Bomb, bomb, bomb... Bomb Iran!
Und wenn dann alles „Demokratisiert“ ist, dann kommt Dick Cheney mit Hulliburton und räumt das Bomben-Chaos wieder auf und verdient ein Vermögen. Halliburton stand auf Grund fragwürdiger Geschäfte mit Ländern wie Libyen, Irak und Iran in den letzten Jahren vermehrt in der Kritik der Öffentlichkeit. Der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney war 1995–2000 Vorstandsvorsitzender von Halliburton. Durch „verzögerte Zahlungen“ erhielt Dick Cheney 2005 von Halliburton 211.465 US-Dollar, wohingegen er für seine Regierungstätigkeit als Vizepräsident 205.031 US-Dollar verdiente. Halliburton bekam für den Irak ohne öffentliche Ausschreibung Exklusivverträge von der US-Regierung auf der Basis eines Kostenzuschlagsvertrages (Cost-plus contract) zugesprochen.
Halliburton - Wikipedia
Zurück zu den Beweisen im aktuellen Syrienkonflikt: Das verschwommene Handyvideo, gefunden auf Youtube ist sicherlich dramatisch, aber ganz sicher kein Beweis. Da liegen tote bzw sich nicht bewegende Menschen, auch Kinder, auf dem Boden, einige komischer Weise auch gefesselt. Drum herum springen einige Helfer. Das beweist, ganz klar, dass auf irgendeinem Ort der Welt Menschen, sehr wahrscheinlich Tote, am Boden liegen und andere drum herum laufen. Dann gibt es noch ein anderes Video, das gern als Beweis heran gezogen wird. Auch hier gilt: Tragisch aber nicht bewiesen wer hier was wann und wo gemacht hat.
Mutmaßlicher Giftgaseinsatz
Natürlich könnte man nun der US-Regierung einen Vertrauensbonus einräumen, weil die uns natürlich nie belügen würden. Die Spitzelei der NSA, ok. Aber in so einer wichtigen Sache? Niemals! Oder doch?!
Die „Brutkastenlüge“ im ersten Golfkrieg hatten wir ja schon, genauso wie Bushs Lüge über die angeblichen Massenvernichtungswaffen, die nie gefunden wurden. Über Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten, aber über einen erfunden Kriegsgrund noch Witze zu reißen?! Naja...
Bush parodiert sich selbst
Kommen wir doch jetzt mal zu einem der besten Freunde der Amis – zu uns:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute abend hat die NATO mit Luftschlägen gegen militärische Ziele in Jugoslawien begonnen. Damit will das Bündnis weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern. Der jugoslawische Präsident Milosevic führt dort einen erbarmungslosen Krieg. Die jugoslawischen Sicherheitskräfte haben ihren Terror gegen die albanische Bevölkerungsmehrheit im Kosovo allen Warnungen zum Trotz verschärft. Die internationale Staatengemeinschaft kann der dadurch verursachten menschlichen Tragödie in diesem Teil Europas nicht tatenlos zusehen. Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen, eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen. [...]“, Gerhard Schröder (SPD, damals Kanzler)
Komplette Rede
Nochmal: „Wir führen KEINEN KRIEG, aber wir sind aufgerufen, eine FRIEDLICHE LÖSUNG im Kosovo auch mit MILITÄRISCHEN MITTELN durchzusetzen.“ Militärisches, meditatives Mandala malen für Söldner, oder was?
Besser geht es kaum!
Der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping springt voll drauf an und präsentiert uns sein ganz eigenes Horrormärchen vom Kosovo: Im kosovarischen Dorf Rugovo erinnert bis heute der zerschossene Kleinbus an eine Schießerei zwischen den Soldaten der sogenannten Kosovo-Befreiungsarmee UCK und serbischen Polizisten. In Deutschland hatte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping daraus ein Massaker an der Zivilbevölkerung gemacht. Das ist heute bestenfalls „nicht mehr ganz glaubhaft“. Es handelte sich mitnichten um ein Massaker, sondern die 25 Toten waren UCK-Kämpfer, die in einem "normalen" Gefecht mit serbischen Einheiten gefallen sind. Nachträglich aufgenommene Bilder benutzte Scharping als "Fotobeweise" für seine Massaker-Theorie. Bis heute rückt Scharping - wider besseres Wissen? - nicht von seiner damaligen Darstellung ab.
Scharping legt Beweise dar
Gleich zu Beginn des Krieges redet Scharping von "ernst zu nehmenden Hinweisen auf Konzentrationslager im Kosovo" mit dem Zusatz: "Ich sage bewusst KZ". Scharping meint, dass das Fußballstadion von Pristina möglicherweise in ein serbisches Konzentrationslager mit 100.000 Menschen verwandelt worden sei. Wenn gar nichts mehr geht, KZ und Hitler zieht immer. Diese Propagandameldung wie auch die, einflussreiche kosovo-albanische Intellektuelle würden in Pristina systematisch vom serbischem Militär ermordet, stammen von der UCK. Sie werden dennoch von Scharping verbreitet. Wenige Tage später tauchen zahlreiche Todgeglaubte wieder auf. Und Aufnahmen von deutschen Aufklärungs-Drohnen widerlegen die Behauptung eines Konzentrationslagers im Stadion von Pristina. Angemessene Dementis bleiben aus, KZ-Geschichten machen weiter die Runde. "Die Brutalität eskaliert, die Fliehenden ziehen buchstäblich an Bergen von Leichen vorbei. Mir geht eine alte Angst durch den Kopf: Dieser Verbrecher will einen Waffenstillstand auf dem Friedhof", erklärte uns Rudi weiter. Nichts weiter als Pathos, Lügen und Propaganda. Lange vor dem Krieg stirbt die Wahrheit als erstes.
Aber: Echte Fründe ston zesamme.... und bespitzeln sich.
Gregor Gysi über das Besatzungsstatut: „[...] ich muss Ihnen mal ganz ehrlich sagen, dass das Besatzungsstatut immer noch gilt. Wir haben nicht mehr das Jahr 1945, wir haben das Jahr 2013. Könnte man das nicht mal aufheben und die Besatzung Deutschlands beenden? [...]“
Gysi - Besatzungsstatut
Schäuble über die Souveränität Deutschlands: „[...] und Deutschland ist seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt voll souverän gewesen [...]“
Schäuble - Deutschland nicht souverän
Ulrich Maurer ist Jurist und deutscher Politiker (SPD, später Die Linke), als solcher langjähriges Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, Mitglied des Deutschen Bundestages und des geschäftsführenden Vorstandes der Partei Die Linke. Ulrich Maurer zum § 146 GG: „[...] Deutschland ist kein souveränes Land und befindet sich eigentlich noch im Nachkriegszustand. (…) Naja gut, wir haben eine staatliche Ordnung. Das ist keine Frage, aber sind kein Land wie Frankreich [...]“
Ulrich Maurer - Deutschland kein Land wie Frankreich
Aber Mutti hat das in den letzten Tagen erledigt. Daumen hoch, Angie!
Merkel rettet unsere Souveränität
Das einzige Land, das wirklich in der Geschichte Massen an Massenvernichtungswaffen aller Art eingesetzt hat, ist der Moralapostel Nr.1 – Die USA.
NATO Geheimarmeen in Europa (Lesung)
Der Kosovo-Krieg: Es begann mit einer Lüge - Deutschlands Weg in den Kosovo Krieg (Doku)

Mittwoch, 28. August 2013

Syrien - Assad soll C-Waffen eingesetzt haben | NATO will Krieg

SYRIEN... Außenwelle: "...dann wird Deutschland zu denjenigen gehören, die Konsequenzen für richtig halten..." Sein französisches Pendant: "...Es MUSS etwas geschehen! Die EINZIGE Option, die es NICHT gibt, ist, NICHTS zu tun". Das brauch ich wohl nicht in Normalsprech zu übersetzen. N24 gestern wörtlich: "UNABHÄNGIG von der UN-Untersuchung drängen besonders Frankreich und Groß-Britannien auf einen schnellen Militärschlag in den nächsten Tagen". Franzosen und Briten also... war ja klar... Syrien soll wohl wieder Kolonie werden, waren zu lange unabhängig vom Imperialismus/Kolonialismus/Hegemonialismus.

Als hätten mich N24 und n-TV nicht schon genug gequält, habe ich mir zusätzlich reichlich Footage aus Syrien rein gezogen. Was der Mainstream gerade als Opposition, Rebellen und Freie syrische Armee bezeichnet ist Al-Kaida und die, ihr nahe stehende Al-Nusra Front. Ganz früher nannte der Mainstream die sogar "friedliche Demonstranten, die nur Demokratie wollen". Es ist ein gutes Jahr her, da flimmerte noch jeden Tag ein anderes Balg durch die Flachröhre, dem Assads Schergen die Fingernägel raus gerissen haben sollen. Nie konnte man das Gör erkennen, nie hat es mal die entnagelten Flossen in die Kamera gehalten, egal, scheinbar hat Assad damit ja aufgehört. Ist ja schließlich medial nicht mehr präsent, also auch nicht mehr existent.

Zurück zum Footage: Also mein Arabisch ist schei.... , deren aber scheinbar auch. Was ich verstehe ist "Allahu akbar" nichts anderes, nur "Allahu akbar", fast das einzige Arabisch was ich höre. Das heißt übrigens soviel wie "Allah ist groß". Wieso juckt mich das? Laut Ärzten ohne Grenzen werden zum allergrößten Teil "Rebellen" (eigentlich islamistische Terroristen) aus dem Ausland behandelt, sprich: Sie haben ausländische Pässe dabei. Sprich: Saudi-Arabien, Jemen, Türkei, Katar usw. Die wiederum holen sich ihren CIA-unterstützten Nachwuchs aus dem gesamten Umland, wo natürlich, ja das weiß ich auch, auch arabisch gesprochen wird. Es (das Allahu akbar rufen) spricht aber vor allem dafür, dass das islamistische Irre sind. In einem säkularen Staat. Was suchen die da? Warum nennt sich so was "Freie syrische Armee“ und nicht wie sonst auch „Al-Kaida“? Medial würde das nicht so gut rüber kommen, wenn wir Terroristen unterstützen!

Und nun zu uns/NATO: Warum supporten wir die gleichen islamistischen Terroristen in Syrien, die wir unbedingt in Mali bekämpfen müssen? In Libyen haben wir die auch unterstützt, gegen Gaddafi, dem man - nur am Rande - das Gesicht halb abgezogen und eine Machete in den Hintern geschoben hat (Gerüchten zufolge). Sehr humanistisch diese Typen. In Libyen herrscht jetzt die Scharia und die islamistischen Terrorbrigaden... äähhhm, NATO, diese Demokratisierung hat nicht geklappt. Möchtest du nochmal in Syrien üben, oder wie?, aber Hauptsache der Gaddafi ist weg und jetzt halt Assad. Auch nur so am Rande: Zuvor hatte die NATO bereits Gaddafis jüngsten Sohn nebst drei Enkelkinde per Airstrike getötet. Die CIA hat mit Unterstützung ausländischer Luftwaffe sein Haus weg gebomt, Sohn und Kinder waren doofer Weise drin. Gaddafi hat auch ein riesiges Bewässerungsprojekt der Wüste in Gang gebracht, frecher Weise ohne amerikanische Unternehmen wie Halliburton. Gaddafi wollte auch sein Öl nicht mehr in Dollar handeln, er wollte den Gold-Dinar einführen und eine mächtigere afrikanische Union bilden. Alles große Frechheiten. Mir egal ob Gaddafi ein Spinner war, aber: Ein Wort davon in der Journaillie? Nichts! Nur, dass Gaddafi weg muss – deinstalliert gehört. Propaganda.

Video - Gaddafis Sohn getötet

Jetzt ist Assad der Nächste. Werden die zahlreichen Pro-Assad-Demos im Fernsehen erwähnt? Nö!

Video - Pros-Assad-Demo

Die Message ist die selbe wie in Libyen, Irak, Afghanistan und davor im Kosovo (Den Kosovo-Krieg trauten die sich übrigens erst nach dem Zusammenfall der Sowjetunion – logisch. Es gab kein Mandat, nichts. Rot-Grün hatte uns damals völkerrechtswidrig in den Krieg gezogen). Alle Kriege wurden mit einer massiven Medien-Lüge begonnen. ALLE! Und trotzdem glaubt jetzt wieder der größte Teil der westlichen Welt, dass Assad die Chemiewaffen eingesetzt hat. Wer soll es denn auch sonst gewesen sein? Die spinnerten islamistischen Terroristen natürlich! Die Irren, die während einer Ballerei "Allahu akbar" grölen!Die, Kinder anstacheln, gefangenen Soldaten den Kopf abzusäbeln! Die, die mittlerweile zwölfjährige rekrutieren, weil sie die Erwachsenen verheizt haben! Die, die, wenn man die Augen auf macht, zur Al-Kaida und Konsorten gehören! Und auf Al-Kaida hält ja nachweislich die CIA das Copyright, wenn wir uns mal an die Sowjets in Afghanistan erinnern. Die CIA hatte damals auch einen super Leader gefunden, total sympathischer Vogel, spätestens ab 9/11 war er der Böse. Wir machen uns die Welt widde widde wie sie uns gefä-ällt. Die, die von uns Unterstützung wollen, und bekommen werden, haben die 1300 Leute in Aleppo, Homs und Damaskus auf dem Gewissen, gerade um einen Militärschlag der NATO zu provozieren. WIR haben die Jungs da ja erst mal installiert, damit sie genau DAS machen können, denn WIR wollen schon seit Jahrzehnten in den Iran und Syrien ist nicht mehr und nicht weniger als ein Trittbrett in den Iran.

Schon Im Frühjahr sollte uns ja Glauben gemacht werden, dass der „Schlächter von Syrien“ chemische Waffen eingesetzt haben soll. Die Welt (Springer-Verlag): „Mehrere Quellen berichten, dass in Aleppo Chemiewaffen eingesetzt wurden. Es gab Dutzende Tote, Opfer berichten von Atemnot und Chlorgeruch. Regierung und Rebellen verdächtigen sich gegenseitig.“

Welt - C-Waffen damals

Großes Geschrei und dann war plötzlich wieder Ruh. Warum? Vielleicht weil man es dem Wahlvieh nicht so gern erzählt wenn Regierung und Medien lügen bzw. PROPAGANDA verbreiten. Denn: Die Washington Post, die Zeitung, die einst die Watergate-Affäre aufdeckte und jetzt leider dem Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört, titelte darauf: „Syrian rebels used Sarin nerve gas, not Assad’s regime: U.N. official“

Die Rebellen waren es

Zu 9/11: 19 Terroristen, davon so um die 15 aus Saudi-Arabien. Wo marschieren wir ein? In Afghanistan! Supi! Und weil wir gerade in der Nähe sind, schauen wir noch mal bei Saddam vorbei. Was der nun damit zu tun hatte? Keine Ahnung! Einen Bösen brauchen wir halt immer. Und dann haben wir den Oberbösewicht, den End-Boss, geendlöst – Ooooooosamaaaa. Zehn Jahre haben wir einen alten , nierenkranken Mann gesucht. Um ihn dann wo zu finden? IN SEINEM HAUS in Abbotabad! Und das ist wo? In Pakistan! Einmarschiert sind wir wo? In Afghanistan und den Irak (Klappe die Zweite). Und die Terroristen von 9/11 kamen woher? Aus Saudi Arabien! Wer ist unser bester Freund da unten? Saudi-Arabien! Warum wurde eigentlich nicht ein einziger von den Vögel vor Gericht gestellt? Gut, Gaddafi wurde gelyncht, aber was war mit Osama und Saddam? Sind unsere supertollen Spezialeinsatzkommandos ;Navy Seals usw., nicht in der Lage, alte Säcke nach Den-Haag zu verfrachten, oder sollen die nicht reden? Jedenfalls ist der End-Boss jetzt besiegt. Der Tod Bin-Ladens wurde uns fachgerecht durch das mit gepostete Bild „bewiesen“. Die Obama-Admins schauen zu wie er (Bin-Laden) erledigt wird und wir dürfen ihnen beim zusehen zusehen. Jetzt muss das Spielchen aber weiter gehen. Und dafür brauchen wir einen neuen Bösewicht. Jener war dann abwechselnd Mahmud Ahmadinedschad und seine Atombombe und der Fingernagel-Rausreiser Baschar al-Assad. Mahmud ist eine Zeit lang nahe zu ganz aus den Medien verschwunden. Vielleicht dämmerte da jemanden, dass Mahmud 2013 eh weg ist, weil der Präsi im Iran nur zwei Legislaturperioden in Amt und Würden bleiben darf. FAZ - Wahlen im Iran
Der „gefährlichste Mann der Welt“, wie ihn die BILD nannte, darf nur zweimal Präsi spielen, genau wie in den USA. Huch! Habe ich gerade die USA mit dem Iran verglichen? Schande auf mein Haupt. Ich werde sofort zu Mc-Donalds rennen und mir einen Burger und eine Coke kaufen. Während ich den Schweinefraß in mich hinein stopfe singe ich mit voll gestopften Maul „The Star-Spangled Banner “ und salutiere vor „Stars and Stripes“.

Der „gefährlichste Mann der Welt“, der „Israel vernichten will“ ist jetzt weg, sein Nachfolger ist Hassan Rohani, der kommt auch noch dran und muss den Bösen spielen – versprochen! Aber im Moment wollen wir uns auf den Chemiewaffen schleudernden Killer aus Damaskus konzentrieren. Ursprünglich übrigens Augenarzt aus London, seine Frau, Asma, zeigt ihre Haare und ist nicht vermummt. Die beiden haben drei Kinder, Hafiz (* 3. Dezember 2001), Zein (* 5. November 2003) und Karim (* 16. Dezember 2004).

Wikipedia - Baschar al-Assad
und...
Asma al-Assad

Unbedeutende Tatsachen die eigentlich niemand wissen muss bzw. niemand wissen darf oder sollte, denn auch das Weglassen von Informationen ist eine Form von Propaganda, auch das nennt man Zensur. Es wäre viel zu leichtsinnig Assad als Familienvater zu zeigen, auch seine Frau und die Tatsache, dass er Augenarzt in London mit eigener Praxis war, muss medial totgeschwiegen werden. Es würde das Bild des folternden Diktators zerstören. Genau dieses Bild, das seit 2007 gezeichnet wird. Dieses Bild ist wichtig, damit der Pöbel, das sind wir, einem Krieg zustimmt! Das wussten schon Hitler und Goebbels. Das wussten aber auch schon alle Präsidenten der USA. Edward Bernays, Neffe von Sigmund Freud, beschrieb in seinem Buch „Propaganda“ alles was seit Napoleon, wenn nicht früher, von Regierung unternommen wird um Kriege zuerst für die Bevölkerung „akzeptabel“ zu machen und anschließen zu führen. Unsere heutigen Medien hätten Goebbels blass werden lassen – vor Neid, dass er so was nicht vermochte.

Dann gibt es da die richtigen Verbrecher, PR-Strategen und Propaganda-Genies, die, die hinter den Präsidenten die Strategien ausbaldowern – Spindoktoren: Karl Rove*, Henry Kissinger (Kriegsverbrecher und Träger des Friedensnobelpreises), Zbigniew Brzeziński (Autor von: „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives.“), Thomas P.M. Barnett (Autor von: „Blueprint for Action: A Future Worth Creating“ und „The Pentagon's New Map“) und noch viele weitere Vögel die erst Präsidenten beraten und dann über ihre menschenverachtenden Verbrechen Bücher schreiben oder umgekehrt.

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* „Roves Rolle hinter den Kulissen beim Verkaufen und Herbeireden des Irak-Kriegs war weit bedeutender als allgemein bekannt ist.“ Michael Isikoff in Newsweek, 13. August 2007
* „Der Präsident selbst rief ihn mitunter "Turd Blossom" (etwa: Mistblüte), weil Rove, die Koryphäe aller Spin-Doktoren, es wie kein anderer verstand, aus jedem noch so ordinären Dreck schönste Blüten zu treiben.“ Christoph Prantner, Der Standard, 14. August 2007
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„Menschen“ wie diese denken sich seit an Beginn der Zivilisationen Strategien aus um auf der Welt das Sagen zu haben. Menschen wie Obama oder Merkel sind dabei nur Marrionetten, die auch jetzt zu den Takt der Kriegstrommeln tanzen müssen, die von mächtigen Lobbyverbänden geschlagen werden. Öl bedeutet Dollar, Rüstung bedeutet Dollar und Krieg bedeutet Öl und Rüstung... und Truppen... und Macht.

Wikipedia - Spindoktoren

Blueprint for action

The Pentagon's New Map

Freeman 2007: „'Das Öl gehört uns!' Das war immer schon die Einstellung der Amerikaner gegenüber den Ländern die Ölquellen haben, speziell den Arabischen. Sie betrachten das Erdöl dort als ihr Eigentum welches sie sich einfach holen können. Dazu kommt noch, die Länder müssen den Dollar als Zahlungsmittel akzeptieren, weil dadurch das Öl für Amerika gratis ist. Wenn sich ein Land gegen diese Ausplünderung sträubt oder in einer anderen Währung bezahlt werden will, dann wird es zuerst mit einem Wirtschaftskrieg durch Erpressung und Boykott mürbe gemacht. Und wenn das nicht funktioniert und es nicht ein Marionettenstaat Amerikas werden will, dann mit einem echten Krieg erobert. Das passierte mit dem Irak und wird jetzt als nächstes mit dem Iran praktiziert.

"how did our oil get under their sand"

Alles Schall und Rauch

Die Frage ist gar nicht „ob“ wir, die NATO, USA – egal wie wir es nennen – die Frage ist nur „wann“. Wenn Syrien gefallen ist, werden die Kriegslügen weiter gesponnen, dann ist wieder der Iran der Böse und muss gestoppt werden, bevor er die Atombombe hat. Ungeachtet dessen, dass der Iran von Atommächten umzingelt ist und dass mit Atommächten anders umgegangen wird als mit denen, die keine Nukes ihr eigen nennen. Pakistan, China, Nordkorea habe sie, die Bombe, um nur einige zu nennen. Ich bin mir sicher, dass da auch nicht die nettesten Herrscher am Werke sind, aber die Kriegstrommeln tönen nicht in ihre Richtung. Warum? Sie haben Atomwaffen! Eine weitere Frage die sich stellt ist: Wie lange schauen sich Russland und China die verkommenen Verbrechen der Hegemonialherrschaft Amerikas noch an? Der iranische Botschafter in Moskau, Mohammad Reza Sajjadi, sagte, dass die syrische Armee keine Unterstützung brauche: „Die syrische Armee ist stark genug und braucht keine militärische Unterstützung aus dem Iran.“ Aber der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Seyyed Abbas Araghchi, hat vor den Folgen eines Militäreinsatzes in Syrien schon mal vorsichtshalber gewarnt.

„In einer Zeit, in der die Syrienkrise wegen des Chemiewaffeneinsatzes durch terroristische Gruppen so sensibel wie nie zuvor ist und die Nahostregion Ruhe und Besonnenheit benötigt, ist es gefährlich über Vorbereitungen für einen Militärangriff gegen Syrien ohne UN-Mandat zu sprechen“, sagte der iranische Außenamtssprecher am Montag in einem Interview mit ISNA. „Eine militärische Lösung ist weder realisierbar noch nützlich, nur durch Gespräche und politische Verständigung kann eine friedliche und dauerhafte Lösung in Syrien gefunden werden“, ergänzte er.

Was Araghchi hier vergisst, ist, dass es für die syrische Bevölkerung vollkommen irrelevant ist, ob MIT oder OHNE UN-Mandat. Seit dem Krieg im Kosovo interessiert sich die NATO einen Dreck um UN-Mandate. Die NATO ist x-fach mächtiger als die schlappe UN. Außerdem ist eine militärische „Endlösung“ sehr wohl realisierbar, die Kriegsschiffe im Mittelmeer hat Araghchi ja vielleicht übersehen, aber wie kann er die Vorgänger Syriens vergessen haben. Und nützlich? Das liegt im Auge des Betrachters. Fakt ist: Wenn Russland und China das Spiel nicht mehr mitmachen, ist die Lunte zum dritten Weltkrieg gezündet. Gelegt ist sie schon und die USA haben das Streichholz in der Hand. Das sagt unter anderem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro: „Die USA wollen anscheinend einen großen Weltkrieg entfesseln. Wir sind am Rand eines offenen Kriegs gegen Syrien, aber wir werden das syrische Volk nicht verlassen.“

Die US-Armee sei bereit, ein Militärszenario in Syrien umzusetzen, wenn sie einen entsprechenden Befehl von US-Präsident Barack Obama bekommt (Kein Konjunktiv wie sonst immer? Hmm...), sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel. Wir sehen: Interessant ist der Befehl des US-Präsidenten – die UN ist abgehakt. Kongress? Gewaltenteilung, Legislative, Exekutive, Judikative? Alles abgeschafft! Und der US-Präsident ist nichts weiter als die Nutte der Geheimdienste und der NATO, die wiederum sind nichts weiter als Machtspielzeuge der Lobbyverbände und einer kleinen elitären Klicke aus der Hochfinanz – Goldman-Sachs lässt grüßen. Zurück zum Angriff mit C-Waffen: Der russische Außenminister Lawrow, sieht die Lage sehr richtig, jedenfalls nach meiner Auffassung. Lawrow: „Nur die syrische Opposition braucht Rummel um C-Waffeneinsatz bei Damaskus“. Moskau (RIA Novosti/IRIB) - Der Rummel um die Anwendung von chemischen Waffen bei Damaskus ist laut dem russischen Außenminister nicht für die syrischen Behörden, sondern für jene nützlich, die Schläge gegen dieses Land von außen provozieren wollen.
Für die syrische Regierung wäre es sowohl aus politischer als auch aus militärischer Sicht ungünstig, während der Arbeit von UN-Inspekteuren in Syrien chemische Waffen einzusetzen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau in einer Pressekonferenz. Zudem sei die gegenwärtige militärische Lage für die Regierung eher günstig und ein amerikanisch-russisches Treffen zur Vorbereitung einer Genf-Konferenz solle demnächst stattfinden. Laut Lawrow kann er nicht eindeutig die Schuldigen nennen - „im Unterschied zu denen, die bereits der Regierung die Schuld daran gegeben haben…“.
„Wir müssen abwarten, bis die Expertengruppe (der UNO) eine unvoreingenommene Untersuchung durchführt – und das allerdings nur, wenn sie nicht daran gehindert wird“, so Lawrow. Die Expertengruppe der UN wird allerdings nur feststellen, DASS C-Waffen zum Einsatz kamen, aber wahrscheinlich nicht VON WEM. Und wenn schon? Wir brauchen das schwarze Gold!

IRIB - Weltkrieg

IRIB - Syrische Armee braucht keine Hilfe

IRIB - Opposition braucht Rummel um C-Waffen

Präsident Baschar al-Assad betonte, dass Syrien ein souveränes Land ist (Anders als die BRD), welches den Terrorismus (made by USA) bekämpfen wird und selbst entscheidet, mit welchen Ländern Beziehungen aufgebaut werden, die im Interesse des syrischen Volkes sind.
In einem Interview mit der russischen Zeitung "Iswestija" bekräftigte Präsident al-Assad: „Die Mehrheit derer, die wir bekämpfen sind Takfiris. Sie folgen der Al-Kaida-Doktrin. Dann gibt es auch noch eine kleine Anzahl von gesetzlosen Söldnern." Auf dem angeblichen Einsatz von chemischen Waffen entgegnete Präsident al-Assad, dass die Aussagen der amerikanischen Regierung und derer anderer westlichen Länder mit solcher Verachtung und unverhohlener Missachtung stattfanden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Es gebe keine Institution, geschweige denn eine Supermacht, die erst einen Vorwurf äußert und sich dann erst ans Sammeln von Beweisen macht. Der Präsident betonte, dass die Anschuldigungen politisch motiviert sind und zu dieser Zeit aufgrund der Erfolge der syrischen Armee gegen die Terroristen zur Sprache gebracht werden.

SANA - Interview mit Präsident Assad

Ende 2012 Anfang 2013 war die Rede vom „Fiscal cliff“ - Die Fiskalklippe. Die USA waren de facto pleite. Und sind es immer noch, es wird auch schlimmer anstatt besser. Logisch: Die Kohle, die wir den Griechen gepumpt haben, verbrät Obama an einem Vormittag. Die USA stoßen nach Angaben von Finanzminister Jacob Lew Mitte Oktober wieder an die gesetzliche Schuldenobergrenze. US-Finanzminister Jack Lew rief Republikaner und Demokraten im Kongress am Montag in einem Brief auf, sich möglichst bald auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze zu verständigen. Anderenfalls könne der Bund bis Mitte Oktober zahlungsunfähig sein, schrieb Lew. "Ein solches Szenario könnte die Finanzmärkte erschüttern und unsere Wirtschaft empfindlich treffen", erklärte er. Die Regierung von Präsident Barack Obama hatte ursprünglich erklärt, eine Einigung müsse bis September erzielt werden, um eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Na erst mal sehen, was da so in Syrien zu holen ist. Da muss doch irgendwas machbar sein.

Zeit - Fiscalcliff

„Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.“
George Orwell

Und jetzt alles zusammen:

O! say can you see
by the dawn’s early light,
What so proudly we hailed
at the twilight’s last gleaming,
Whose broad stripes and bright stars
through the perilous fight,
O’er the ramparts we watched,
were so gallantly streaming?
And the rockets’ red glare,
the bombs bursting in air,
Gave proof through the night
that our flag was still there;
O! say does that star-spangled
banner yet wave,
O’er the land of the free
and the home of the brave?

...

Von einer unabhängigen Presse in Amerika kann nicht die Rede sein. Nicht ein einziger Mann unter ihnen wagt es seine ehrliche Meinung auszusprechen. Wir sind die Instrumente und Vasallen der Reichen hinter den Kulissen. Wir sind Marionetten. Jene Männer ziehen an den Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Talente, unser Leben und unsere Kräfte sind alle Eigentum jener Männer – Wir sind intellektuelle Huren.”
- John Swinton, (1830-1901), Herausgeber und Chefredakteur der New York Times

Obama fängt Osama

Märchenrepublik - Kriegslügen als imperialistischer Trend