SHEMITAH exposed

Are we facing a catastrophe? It is one that may begin in September of 2015 if not sooner. A 3,000 year old mystery, called the Shemitah.

COMPACT-TV Magazin

Das wichtigste TV-Nachrichtenjournal der alternativen Medienszene geht in seine dritte Ausgabe. Nein, das ist kein Eigenlob, sondern geht aus einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über COMPACT TV hervor. Auch in dieser Sendung werden wieder die heißen Themen der Zeit aufgegriffen.

Speakers' Corner

Oliver Janich und Robert Stein präsentieren aus dem Speakers' Corner Studio in München interessante Talkgäste zu aktuellen Themen.

Die ungestellten Fragen zum IS

RT Deutsch Reporter Nicolaj Gericke hat den Publizisten Jürgen Todenhöfer zu seinem Aufenthalt beim Islamischen Staat interviewt. Das 37-Minuten Interview ist das längste, welches Todenhöfer bisher zu seinen Erfahrungen mit dem IS gegeben hat und beleuchtet bis dato nicht oder nur sehr oberflächlich angesprochene Aspekte zum IS.

Demonstration gegen Münchner Sicherheitskonferenz

Vom 6. - 8. Februar fand die 51. Münchner Sicherheitskonferenz statt. Für den Samstag hatte ein breites Bündnis um den Friedenswinter zu den jährlichen Gegenprotesten aufgerufen. Nach Polizeischätzungen versammelten sich 4000 Demonstranten.

Ewald Stadler über die Ukraine-Krise

Ewald Stadler berichtet objektiv seine Eindrücke als Wahlbeobachter am Donbass im November 2014 und auf der Krim im März 2014.

Syrien Tagebücher

Die junge Russin Anastasia Popowa hat mit Mut und Fleiß ein anderes Syrien gezeigt als die NATO-Propaganda. Sie wurde dadurch zu einem wichtigen Korrektiv für alle, die den Tatsachen dieses unerklärten Krieges auf die Spur kommen wollen.

Sonntag, 26. Januar 2014

Montreux | Friedenskonferenz


Die Konferenz in Montreux zur Gestaltung der Zukunft Syriens hat begonnen, Freitag geht es in Genf weiter und unser alter neuer Außenminister Frank Walter Steinmeier hat schon von sich gegeben, dass man keine Wunder erwarten dürfe. Halt stopp! Denn ein Wunder hat es ja schon gegeben. Wunder weil wunderlich.
Auf wunderliche Art und Weise sind Fotos von Gefolterten aufgetaucht, die ein anonymer Fotograf mitgehen lassen haben will. Solche Fotos würden angefertigt um der Bürokratie in Syrien zu beweisen, dass die aufgetragenen Hinrichtungen ordnungsgemäß erfolgten. 11.000 Tote, 55.000 Fotos. Wunderlich, dass diese Fotos ausgerechnet zum Zeitpunkt der Syrien-Konferenz auftauchen. Genauso wunderlich wie der Giftgasanschlag in Damaskus, der sich genau dann ereignete, als eine UN-Truppe im Lande war um genau DAS zu klären, nämlich ob Assad Giftgas einsetzt. Die deutsche UN-Mitarbeiterin Angela Kane machte später deutlich, dass eben nicht klar gesagt werden könne, wer den Anschlag begangen hat. Klar sei nur, DASS es einen Angriff gegeben habe, aber nicht von WEM. Das haben unsere Leitmedien dann aber leider vergessen an die große zu Glocke zu hängen. Unsere Leitmedien haben stündlich darüber berichtet, dass der Despot Assad sein eigenes Volk vergast. Dass es wahrscheinlich ist, dass es eben genau die Regierungsgegner waren, um den Inspekteuren auch etwas zu liefern, verlief im Sande.
Zufall? Nein, Propaganda! Als Edward Bernays gleichnamiges Buch „Propaganda“ 1928 erstmals erscheint, ruft das Wort keine guten Assoziationen hervor. Sein Autor jedoch glaubt zutiefst an die Notwendigkeit von Propaganda. Da der Begriff sich nicht so einfach rehabilitieren lässt, prägt er dafür in seinem Buch ein anderes Wort: Public Relations. Der Neffe Sigmund Freuds berichtet in seinem Buch, das auch Goebbels inspirierte, wie sich über den gezielten Zugriff auf das Unbewusste Waren verkaufen oder unpopuläre Maßnahmen durchsetzen lassen. Zitat: „Propaganda gewöhnt die Öffentlichkeit an den Wandel und den Fortschritt.“ Propaganda oder auch PR wurde seit je her benutzt um Kriege durchzusetzen. Der dreisteste Fall ist vielleicht derjenige, der uns den Golfkrieg 2.0 verkaufen sollte. Die kuwaitische Regierung hatte damals aus dem Exil die PR-(oder Propaganda) Agentur Hill & Knowlton für zehn Millionen Dollar beauftragt, dem US-Kongress ein Eingreifen des US-Militärs zu Gunsten Kuwaits schmackhaft zu machen.
Aus Wikipedia: „Die damals fünfzehnjährige Tochter des kuwaitischen Botschafters Saud Nasir as-Sabah gab sich als kuwaitische Hilfs-Krankenschwester aus und gab vor einem informellen Menschenrechtskommittee des US-Kongresses unter Tränen eine Erklärung ab: Sie habe freiwillige Arbeit im Al-Adnan-Krankenhaus in Kuwait-Stadt geleistet und sei dabei Zeugin des Eindringens irakischer Soldaten geworden. Sie sagte: „Ich habe gesehen, wie die irakischen Soldaten mit Gewehren in das Krankenhaus kamen …, die Säuglinge aus den Brutkästen nahmen, die Brutkästen mitnahmen und die Kinder auf dem kalten Boden liegen ließen, wo sie starben.“ Sie gab lediglich ihren Vornamen mit „Nayirah“ an. Erst sehr viel später stellte sich heraus, dass ihr Bericht falsch bzw. erfunden war, dass die Jugendliche nie dort gearbeitet hatte, und dass sie die Tochter des kuwaitischen Diplomaten war. […] Die Darstellung der Jugendlichen hatte eine durchschlagende Wirkung auf die Politik der USA gegenüber dem Irak. Präsident George H. W. Bush erwähnte deren Geschichte in den nächsten fünf Wochen sechs Mal. Aber auch Amnesty International veröffentlichte am 19. Dezember 1990, über drei Monate nach dem Auftritt des Mädchens, einen 84-seitigen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Kuwait, welche die Brutkästen-Behauptung enthielt. Sie wurde auch noch am 8. Januar 1991 von einem führenden Mitarbeiter von Amnesty International vor dem Komitee für auswärtige Angelegenheiten wiederholt. Der US-Senat stimmte schließlich am 12. Januar 1991 mit 52 zu 47 Stimmen für einen Krieg gegen den Irak, was 1991 zum Zweiten Golfkrieg führte. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 250 zu 183 Stimmen für den Krieg.“ Ganz großes Kino!
Nur ein Beispiel von vielen. Zurück nach Syrien: Nachdem die Strategie des Überschreitens der roten Linie, Giftgas gegen das eigene Volk, unter anderem am Widerstand Russlands scheiterte, nun die Fotos von Folteropfern des Assad-Regimes. Der Spiegel schreibt: „Die Veröffentlichung (der Fotos) wird die Friedenskonferenz in der Schweiz beeinflussen.“ Richtig, das sollen sie ja auch. Oder ist es doch nur Zufall, dass die Fotos zeitgleich mit der Konferenz auftauchen?! „In politics, nothing happens by accident. If it happens, you can bet it was planned that way.“ Franklin D. Roosevelt. Zum Spiegelartikel
Die Fotos zeigen deutlich Verletzungen, aber auch nichts weiter. Keine Hinweise auf Ort, Zeit oder Täter. Ähnlich wie bei der Tötung Osama bin Ladens. Als Beweis für den Tod bin Ladens verkauften uns die US-Propagandisten dieses Foto. Auch einige Bilder in schlechter Qualität vom Tatort im pakistanischen Abbottabad, die unter anderem einen Blutfleck zeigen sollen, existieren, aber kein toter bin Laden. Die Leiche hat man praktischer Weise direkt im Meer versenkt. Da haben die Spin-Doctors ganze Arbeit geleistet.
Wer das politische Schachbrett kennt, weiß dass Syrien als Eingang in den Iran gilt. Wer es nicht kennt, möge sich mit Zbigniew Brzezinskis Machwerk „The grand chessboard“ befassen. Die frisch gewählte schiitische Rohani-Regierung in Teheran unterstützt die schiitische Regierung unter Assad. Das ehemals persische Reich erlangt neues Selbstwertgefühl und zeigt dies auch, entsendet sogar zwei Kriegsschiffe in den Atlantik. Der Iran wird mehr und mehr von den westlichen Nationen als Staat wahrgenommen, mit dem man verhandeln kann und muss. Das passt einigen Verbündeten in der Region Naher Osten so gar nicht. Für Israel zum Beispiel war es eine heftige Ohrfeige am 5+1-Treffen nicht Teil nehmen zu dürfen. Weshalb wohl der Iran kurze Zeit vor der Syrien-Konferenz wieder ausgeladen wurde. „Auf Druck der USA“ hieß es, „Druck der USA“ heißt wohl, dass sich die mächtigen zionistischen Lobbyverbände in Washington für ein Fernbleiben des Irans stark gemacht haben. Das sunnitische Saudi Arabien dürfte ebenfalls seinen Part dazu beigetragen haben, den verhassten schiitischen Iran von der Konferenz fern zu halten. Für den Westen geht es wie immer um Rohstoffe, für die Region auch um Religion – Sunniten, Schiiten und zionistische Juden in Israel.
Kommen wir wieder zu den Fotos der Folteropfer, oder besser zu Folter im Allgemeinen. Wenn jetzt Folter, so verwerflich und abscheulich sie ist, als Grund herangezogen wird, eine Militärintervention der NATO zu rechtfertigen, dann haben wir noch einiges vor der Brust. Auch hier in Europa und bei Verbündeten wie Saudi Arabien, Katar, Israel und viele andere. Manfred Nowak war UNO-Sondergesandter für Folter von 2004 bis 2010. Der Österreicher be- und untersuchte Länder auf der ganzen Erde, er sprach mit Opfern und Tätern. Er klagt an, dass in vielen Ländern Polizei beziehungsweise Militär schlecht ausgebildet und ausgestattet sind und somit keine andere Möglichkeiten haben als zu foltern um Ermittlungserfolge zu erzielen. Laut Nowak wird in 90 Prozent der Länder gefoltert. Schlimmer noch: „Folter ist ein Standard-Repertoire der Kriminalpolizei, auch in Demokratien“, so Nowak. Für seine Untersuchungen ist er auf die Kooperation der Staaten angewiesen, die gesamte arabische Welt, die USA und Russland verweigerten ihm die Zusammenarbeit. Die USA haben mit 9/11 und den darauf folgenden „War on Terror“ die menschenrechtliche Unantastbarkeit des Folterverbotes aufgehoben. Manfred Nowak wurden Gespräche mit Gefangenen in Guantanamo verweigert. Neben seinem Buch „Folter: Die Alltäglichkeit des Unfassbaren“ befasst er sich auch mit Verbrechen in den CIA-Geheimgefängnissen wie in Abu-Ghuraib und der Methode des „Detention by Proxy“, eine beliebte Methode um sich die eigenen Hände nicht schmutzig zu machen, man lässt einfach durch andere Länder foltern. Oder dem „Prison of darkness“ in der Nähe von Kabul, das er als schreckliche Steigerung von Guantanamo sieht. Manfred Nowak war im Januar 2002 Richter am internationalen Gerichtshof in Bosnien Herzegowina, dort bekam er mit, wie sechs freigesprochene Häftlinge von der CIA verschleppt und nach Guantanamo gebracht wurden. Die sechs wurden beschuldigt einen Anschlag auf die US-Botschaft in Sarajevo geplant zu haben und von Nowak, mangels Beweise, freigesprochen. Einer befindet sich noch immer dort.
Auch Isolationshaft ist Folter und findet statt. Zum Beispiel bei unserem Verbündeten Israel, wo Mordechai Vanunu elf Jahre in Isolationshaft verbringen musste, weil er das israelische Atomwaffenprogramm auffliegen lies.
Anfang 2013 traten tausende palästinensische Häftlinge in Israel in den Hungerstreik, als laut wurde, dass ein Häftling an den Folgen von Folter durch die Israelis gestorben sein soll. Die Haftbedingungen in den meisten israelischen Gefängnissen beschreibt Nowak auch als Folter.
Und tippe ich „Folter Saudi Arabien“ bei Google ein, spuckt die Suchmaschine 196.000 Ergebnisse aus. Saudi Arabien – einer unserer fettesten Homies da unten, der größte Abnehmer deutscher Rüstungsgüter.
KenFM im Gespräch mit Karin Leukefeld über: Syrien-Konferenz in Montreux

Sonntag, 29. Dezember 2013

Chodorkowski ist frei, Snowden muss weiter zittern – Verbrechen lohnt sich eben doch


Das alte Lied: Nicht die Untat, ihre Ankündigung macht die Menschen blass, auch wütend, ich kenn' es von mir selbst. Und dass wir lieber den bestrafen, der die Tat benennt, als den, der sie begeht: Da sind wir, wie in allem übrigen, alle gleich. Der Unterschied liegt darin, ob man's weiß. (Christina Wolf, Kassandra, S.213)
Während Edward Snowden weiterhin in Russland auf sein Schicksal wartet, Julian Assange das gleiche in der ecuadorianischen Botschaft in London tut und Bradley Manning in den USA gesiebte Luft atmet, ist der Steuerhinterzieher, Lobbyist und Chef der russischen Ölfirma Jukos, Michail Chodorkowski, in das Berliner Nobelhotel Adlon eingezogen. Der oberste Interessenverkäufer Russlands residiert im edelsten Hotel Berlins und, nicht zu vergessen, Georg Klein, der Mann unter dessen Befehl und erlogenen Voraussetzungen, über 100 Zivilisten in Afghanistan, bei einem Luftangriff getötet wurden, damals noch Oberst, wurde jüngst zum General befördert – Crime pays!
Chodorkowski wurde vom russischen Präsidenten Putin begnadigt, verurteilt wurde er unter anderem für massive Steuerhinterziehung. Laut Anklageschrift habe Chodorkowski 350 Tonnen Öl gestohlen, diese Zahl wurde später auf 218 Tonnen korrigiert. Nun stand der Lobbyist und ehemals reichster Mann Russlands nicht mit Bohrmaschine, Schlauch und Tanker an der Pipeline. Öl in diesem Stil stiehlt sich anders. Das Öl blieb dort, wo es schon immer war – in der Röhre. Öl stehlen, egal in welchen Mengen, muss man nicht unbedingt mit einem Tankwagen. Der Betrug läuft so: Es existieren zwei Unternehmen, kluger Weise beide im Besitz Chodorkowskis, Unternehmen A gehört ihm zu 100 Prozent, Unternehmen B mehrheitlich. A fördert das Öl, B verkauft es auf den Weltmarkt. Beide Unternehmen erwirtschaften Gewinne – A weniger, B dafür mehr. Auf Gewinne fallen Steuern an, jetzt ist es von Interesse, dass A seine Gewinne möglichst gegen Null fährt, da, als Ölförderer, ansässig in Russland. B macht den großen Reibach und hockt irgendwo auf den Kaimaninseln in einem Briefkasten, an eine Palme genagelt.
Weiterhin hat sich Chodorkowski der Bestechung und der Förderung der Korruption schuldig gemacht. So sollen dutzende Millionen Dollar sowohl an linke, als auch rechte Parteien geflossen sein. Wenn man jedem relevanten politischen Lager Geld spendet, kann wohl nicht mehr von einer politischen Überzeugung die Rede sein. Es ist was es ist: Man kauft sich Gesetze – Lobbyismus. Lobbyismus – ein auch in Deutschland beliebtes Spiel, weswegen wohl hier zu Lande immer noch nicht das Antikorruptionsgesetz verabschiedet wurde. Etliche Abgeordnete der russischen Duma standen auf der Lohnliste von Jukos (Unternehmen A). Der Parlamentssprecher Gennadij Selesnjow sagte einmal: »Wenn in der Duma Gesetzesentwürfe besprochen werden, die Interessen von Jukos tangieren, habe ich den Eindruck, im Saal säßen 250 Dubows.« Der Volksabgeordnete Wladimir Dubow ist einer der Inhaber von Group MENATEP Limited (Unternehmen B), der Stammgruppe um Chodorkowski, der im Parlament – sogar als Vorsitzender des Steuerausschusses – die Interessen der Gruppe wahrnahm.
Des Wahnsinns fetteste Beute ist allerdings, dass sich damals 2003 ausgerechnet George Bush junior hinstellt und sich erdreistet, die Verurteilung Chodorkowskis zu kritisieren. Bush: „[...] Ich habe Präsident Putin meine Bedenken zu diesem Fall mitgeteilt. Bei uns ist jeder so lange unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist. Für uns sah es aber ganz so aus, also ob man ihn (Chodorkowski) bereits vor einem fairen Verfahren für schuldig erklärt hatte. Man hat ihn ins Gefängnis gesteckt und erst dann verurteilt. Wir haben unsere Beunruhigung bezüglich solch eines Verfahrens ausgedrückt. [...]“ Ausgerechnet der Verbrecher, der drei Stunden nach den Flugzeugeinschlägen ins World Trade Center, die vermeidlichen „Attentäter“ parat hatte? Ohne Beweise! Der, der einen nicht enden wollenden „Krieg gegen den Terror“ angezettelt hat? Ohne Beweise! Der ehemalige Vertreter einer US-Regierung, die immer noch das Strafgefangenenlager Guantanamo Bay unterhält, wo de facto keiner(!) der Gefangenen einen fairen Prozess hinter sich hat, nicht mal einen unfairen Prozess. Klar war Bush angefressen, denn Chodorkowski war im Begriff einen großen Teil der russischen Ölindustrie an die amerikanische Ölwirtschaft zu verscheuern, mit der die Bush-Familie seit jeher im Bett liegt.
Das schlägt die Brücke zurück zu den Überbringern der Nachricht aus Christina Wolfs Roman „Kassandra“: Der ehemalige CIA-Chef James Woolsey hat gefordert, den NSA-Whistelbower Edward Snowden wegen Hochverrat anzuklagen: "Wenn er dann von seinesgleichen verurteilt wurde, sollte er an seinem Hals aufgehängt werden, bis er tot ist." Das sagt er dem US-Fernsehsender Fox News und erklärte, er halte die Idee für "idiotisch", Snowden Amnestie zu gewähren.
Snowdens Vertrauter, Jacob Appelbaum, sieht sich derweil in Berlin bedroht.: „Die US-Geheimdienste setzen auf eine Taktik der "Zersetzung" wie sie von der Staatssicherheit der DDR her bekannt sei. "Die Überwachung terrorisiert Menschen und unterstützt den noch viel gewaltigeren Terror der Drohnenkriege", sagte Appelbaum der "Berliner Zeitung". Der frühere Sprecher der Enthüllungsplattform Wikileaks gehört zu den wenigen Menschen, die Zugriff auf die Dokumente Snowdens haben. “
Die Springer-Presse, allen voran die Blöd-Zeitung, versucht bisweilen den Eindruck eines „bösen Putins“ und des „Verräters Snowden“ zu fundamentieren – permanent. Sowie den Eindruck des guten Westens. Genauso wie jetzt versucht wird, Putin als schlimmen Tyrannen und Chodorkowski als Regimegegner darzustellen. So las sich die Propaganda bei der Affäre um die NSA: Auszug vom 03.11.2013 mit den „sieben Thesen zum NSA-Skandal (BILD):

These 1

Ausspähen ist notwendig „Aus den Snowden-Dokumenten ergibt sich (bisher) kein Beweis, dass die NSA „uns alle“ ausspäht. (...)“
Nein, natürlich nicht! Und die Schnüffeldienste der Geschichte hatten immer unser bestes im Sinn. Gestapo?! Stasi?!

These 2

US-Agenten trauen keinem – zu Recht! „Die NSA überwacht (sehr gezielt) andere Länder, weil sie sich auf die Ermittlungsbehörden anderer Länder schlicht nicht verlassen kann. (...)“
Zu Recht! Denn die USA ist mit ihrem Terror-Tool, die NATO, zum größten Terrorstaat der Welt avanciert. Da möchte man doch schließlich wissen, wer das bislang alles bemerkt hat und vielleicht versucht etwas dagegen zu unternehmen.

These 3

Nur die Amerikaner können Diktatoren kontrollieren! „Wir haben Feinde, auch wenn wir es oft nicht wahrhaben wollen: Iran baut an einer Atombombe. In Syrien versuchen Terroristen, Massenvernichtungswaffen unter Kontrolle zu bringen. (…)“
Stimmt! Sie unterstützen Diktatoren, die der US-Wirtschaft dienlich sind und lassen wiederum jene verschwinden, die für die Interessen dieser Wirtschaft kontraproduktiv sind. Das heißt hier „kontrollieren“.

These 4

Wir haben keine Erfahrung mit Terror! „Wir können uns Empörung leisten, weil bei uns nie etwas passiert ist. (…)“
Stimmt fast! Wir, als Vasallenstaat der USA, oder als besetztes Land, hatten immer (nur) dann bittere Erfahrungen mit Terror machen müssen, wenn die NATO respektive Washington es für sinnvoll erachtet haben. Siehe Gladio beim Attentat auf das Oktoberfest 1980. Hier

These 5

Bedrohung durch Terror ist keine Paranoia! „Immer wieder werden die USA derzeit als Land im Verfolgungswahn beschrieben. (...)“
Richtig, Terror ist keine Paranoia. Terror funktioniert super. National und international. Inszeniere, Gruppierung X macht an Ort Y einen Anschlag. Nun kannst du Maßnahmen ergreifen um dein Volk gegen Gruppierung X zu schützen. Später ist es Gruppierung Z – Ganz nach belieben. Rechter Terror, linker Terror. NSU, oder RAF. Devide et imperas – Teile und Herrsche.

These 6

NSA-Kritiker wollen von eigenen Versäumnissen ablenken! „Wenn Kanzlerin Angela Merkel ihre Amtsgeschäfte tatsächlich über ein nicht abhörsicheres Handy führt, gehören ihre zuständigen Berater für Spionageabwehr entlassen. (...)“
Ablenkung ist immer Gewollt. Und nützlich. Seit der NSA-Affäre ist es verdächtig ruhig geworden, um Syrien, den Iran, die Finanzkrise. Amerika ist schon wieder mal pleite, aber so richtig. Vergessen? Hier nochmal zur Erinnerung: USA Kongress Haushaltsstreit Shutdown

These 7

Snowdens Enthüllungen gefährden Leben! „Bei aller Sympathie für die vielleicht ehrenwerten Motive von Edward Snowden: Laut „New York Times“ befinden sich in Edward Snowdens Dokumenten die Klarnamen von US-Geheimdienstlern. Das bringt die Agenten, die in einem Jahrzehnt des Terrors ihr Leben riskiert haben und nicht bloß Abhör-Schurken sind, in größte Gefahr.“
Ja, es wird mit Sicherheit üble Konsequenzen haben, wenn die „Agenten“ also known as US-Terrortruppen auffliegen. Komplettfassung der sieben Thesen:
Aber die Springer-Presse kann noch mehr. Aus der Bild-Zeitung:
12.07.2013 - Ein Verräter von Putins Gnaden
„Jetzt weiß Snowden endlich, wohin er gehört: Nach Moskau, in Putins Reich. Erst hat er sein Land verraten, dann die Ideale, mit denen er sich schmückt: Menschenrechte, Datenschutz und Pressefreiheit. (…) Da sitzt er nun wie ein ausgewrungener Lappen im Transitraum von Scheremetjewo. Nur ein paar ferne Diktatoren in Südamerika wollen ihn noch haben. (...)“ Hier
14.07.2013 – Absurder Stasi-Vergleich
„(...) Jeder Vergleich zwischen der NSA und der Stasi aber, wie er jetzt von CSU-Abgeordneten bis zum Schriftsteller Uwe Tellkamp gezogen wird, ist komplett daneben. (...)“ Hier
15.07.2013 – Zum Nutzen des deutschen Volkes
„(...) Selbst wenn Angela Merkel den vollen Umfang der amerikanischen Ausspähaktionen gekannt haben sollte: Sie hätte uns allen geschadet, wenn sie diese Aktionen gestoppt hätte. (...)“ Hier
20.07.2013 – Was haben wir für ein Problem mit den Amis?
„(...) Amerika macht es uns leicht, uns gut zu fühlen, denn Amerika erledigt für uns die Schmutzarbeit. Wir müssen keine Terroristen wie Osama bin Laden töten und keine E-Mails überwachen, um Terroranschläge zu verhindern. (...)“ Hier
Genau diese Springer-Presse schreibt nun über Chodorkowski: „(...) Denn wenige Tage später, am 25. Oktober, wurde Chodorkowski wegen angeblicher(?) Steuerhinterziehung, in Wahrheit aber wohl wegen seiner harten Kritik an Korruption(?) und anderen Missständen in Russland, verhaftet. Einige Jahre später meldeten sich die Anwälte Chodorkowskis, die inzwischen nach London geflüchtet waren, bei Genscher mit der Bitte um Hilfe. Der vielleicht erfahrenste Strippenzieher der deutschen Politik sagte sofort zu. Doch über Jahre blieben Genschers Bemühungen vergeblich. Selbst zwei Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin brachten keine Fortschritte. Putins Position: „Straftäter verdienen ihre gerechte Strafe.“ (...)“
Alles was Putin macht ist falsch und latent böse, wie zur Zeiten des Kalten Krieges als „der Russe“ quasi hinter jeder Hecke mit der Kalaschnikow lauerte. Sicherlich ist der Ex-KGB-Mann Putin kein Waisenknabe, aber es kommt mir schlicht das Essen hoch in Anbetracht dieser schmierigen West-Propaganda in Bezug auf den russischen Umgang mit „Staatsfeinden“. Wer sollte uns eigentlich sympathischer sein? Der russische Oligarch, einst reichster Mann Russlands, der die russische Öl-Industrie an den Westen verhökern will? Jemand der sich Abgeordnete der Duma kauft? Netter Typ? Bestimmt! Ist ja gegen Putin. Oder sollten uns Menschen mehr am Herzen liegen, die Gesundheit, Freiheit und Leben riskieren, um die Wahrheit über die Machenschaften der USA ans Licht zu tragen? Und wer sitzt beziehungsweise saß denn nun eigentlich bei wem hinter schwedischen Gardinen? Vor wem muss sich Snowden und Assange verstecken? Vor Putin und dem Kreml? Wer sperrte den Wirtschaftsverbrecher und wer den Informanten Assanges, Bradley Manning, weg. Und wessen Diplomatie ist es zu verdanken, dass die Welt nicht vor einen verheerenden neuen Krieg der NATO in Syrien steht? Die Kriegsschiffe der NATO lagen bereit vor Anker, um in Syrien weiter zu führen, was im Irak und Afghanistan begonnen wurde. „Regime change“ auch zuvor in Tunesien, Ägypten und Libyen. Erst als Putin durch die Blume ankündigte, dass es einen auf den imperialistischen, hegemonialen Sack gibt, erst da konnte die Agenda Naher Osten und ein Angriff auf Syrien vorerst(!) gestoppt werden.
Schlechter Putin, guter Westen? „Ich weiß nicht wer das Wasser entdeckt hat, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es kein Fisch war“ (Marshall McLuhan). Die menschliche Realität ist immer nur ein Fazit, ein Resultat der Eindrücke. Ein Bild, das in unseren Köpfen gemacht wird. Für den Fisch existiert das Wasser nicht. Wer jetzt versucht dem Fisch zu erklären, dass er von Wasser umgeben ist, wird ähnlich frustriert scheitern wie der Whistleblower, ein Tat- und Zeitzeuge, der versucht die Welt von den Verbrechen der USA zu überzeugen. Die Annahme, alles westliche und kapitalistische sei gut und marktwirtschaftlich vorteilhaft, und alles, was östlich von Warschau liegt, sei verkappt kommunistisch, sozialistisch, planwirtschaftlich und sowieso irgendwie schlecht, ist einfach zu stark in den Köpfen unserer Kultur manifestiert. Aber sie bröckelt.
Edward Snowden kann die, eigentlich lange bekannten, Tatsachen zwar an die Öffentlichkeit bringen. Was er aber nicht schafft, ist eine breite, groß angelegte Empörung in der Öffentlichkeit. „Ich habe ja schließlich nichts zu verbergen.“ Dieser Satz spiegelt genau jenen gesunken Verstand in der Masse wieder, den Gustav le Bon einst niederschrieb: „In der Masse sinkt der Verstand mit der Anzahl der Versammelten.“

Freitag, 6. September 2013

Echte Fründe ston zesamme | USA wirbt um Unterstützung für Syrieneinsatz


Echte Fründe ston zesamme, ston zesamme su wie eine Jott un Pott...
Das haben die USA nebst ihren jeweiligen Administrationen ein wenig falsch verstanden. In der Beziehung USA und den Freunden auf der restlichen Welt hat erste Priorität nicht der Zusammenhalt, sondern die Lüge. Nicht, dass den USA der Zusammenhalt nicht wichtig wäre. Das Zusammenstehen ist den USA von eklatanter Wichtigkeit. Wenn sie einen Militärschlag planen. So argumentierte der US-Außenminister John Kerry im Senat: „Der Präsident fragt sie nicht nach einem Krieg. Der Präsident fragt sie nach einer militärischen Aktion.“ Ahja! Für mich als wandelnden Kollateralschaden ist das besonders wichtig, ob mir der Granatsplitter einer „militärischen Aktion“, oder eines „Krieges“ die Pelle zersiebt. Ich weiß gerade gar nicht, ob Kerry als guter Redner gilt, aber das war schon nicht schlecht. Fremdschämen war allerdings angesagt als Kerry die „Saddam-Hitler-Keule“ einsetzte: „Adolf Hitler hat sechs Millionen Juden vergast […] Saddam Hussein hat Giftgas gegen sein Volk eingesetzt!“ Ja, ist klar, Kerry. Natürlich ist das wieder der absolute Beweis. Fehlten nur noch ein paar Bilder von abgemagerten KZ-Insassen, ein Hakenkreuz und vielleicht noch das ein oder andere Massengrab.
Kerrys Rede
Der Krieg … räusper... Militäreinsatz muss verkauft werden und zum Verkaufen braucht es Emotionen, sprich: Bilder und bildhafte Rhetorik – Pathos statt Inhalt, Rhetorik statt Beweise. Russlands Präsident Putin fasste es vor dem G20-Treffen so zusammen: „Er lügt, und er weiß, dass er lügt. Es ist traurig“. Kerry absolvierte ein Studium der politischen Wissenschaften an der Yale University. Wie viele andere Yale-Absolventen ist er Mitglied der studentischen Verbindung Skull & Bones. Kerry meldete sich 1966 freiwillig zum Dienst in der US Navy, wo er eineOffiziersausbildung absolvierte. Nachdem er im Vietnamkrieg verletzt wurde kehrte Kerry als absoluter Kriegsgegner in die USA zurück. Das war damals. Heute wird die Kriegstrommel geschlagen. Ein anderer Kriegstreiber ist, neben Obama natürlich, John McCain, der schon im Jahre 2010 öffentlich forderte, in Bezug auf den Iran: „...endlich den Abzug zu ziehen!“
Pull the trigger
McCain war ein Befürworter des Irakkrieges, kritisierte jedoch früh die Strategie von Präsident Bush und das Pentagon, zu wenig Soldaten im Irak stationiert zu haben. Seiner Forderung nach mehr Streitkräften zur Bewältigung der Probleme wurde schließlich 2007 entsprochen. Laut einem Bericht der US-Armee soll die Aufstockung der Truppen der Hauptgrund für eine deutliche Verbesserung der Lage im Irak gewesen sein. Er ist ein starker Kritiker der Außenpolitik von Barack Obama. So sagte er: "Zu behaupten, dass Al-Qaida 'auf der Flucht' sei, zeigt ein mir völlig unverständliches Maß an Realitätsverlust." McCain schließt ein militärisches Vorgehen gegen den Iran als letzte Möglichkeit nicht aus. Während des Präsidentschaftswahlkampfs 2008 sang er bei einer Veranstaltung den Refrain des Liedes "Bomb Iran" (dt.: bombardiert Iran), eine Abwandlung des Liedes „Barbara Ann“ der Beach Boys.
Bomb, bomb, bomb... Bomb Iran!
Und wenn dann alles „Demokratisiert“ ist, dann kommt Dick Cheney mit Hulliburton und räumt das Bomben-Chaos wieder auf und verdient ein Vermögen. Halliburton stand auf Grund fragwürdiger Geschäfte mit Ländern wie Libyen, Irak und Iran in den letzten Jahren vermehrt in der Kritik der Öffentlichkeit. Der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney war 1995–2000 Vorstandsvorsitzender von Halliburton. Durch „verzögerte Zahlungen“ erhielt Dick Cheney 2005 von Halliburton 211.465 US-Dollar, wohingegen er für seine Regierungstätigkeit als Vizepräsident 205.031 US-Dollar verdiente. Halliburton bekam für den Irak ohne öffentliche Ausschreibung Exklusivverträge von der US-Regierung auf der Basis eines Kostenzuschlagsvertrages (Cost-plus contract) zugesprochen.
Halliburton - Wikipedia
Zurück zu den Beweisen im aktuellen Syrienkonflikt: Das verschwommene Handyvideo, gefunden auf Youtube ist sicherlich dramatisch, aber ganz sicher kein Beweis. Da liegen tote bzw sich nicht bewegende Menschen, auch Kinder, auf dem Boden, einige komischer Weise auch gefesselt. Drum herum springen einige Helfer. Das beweist, ganz klar, dass auf irgendeinem Ort der Welt Menschen, sehr wahrscheinlich Tote, am Boden liegen und andere drum herum laufen. Dann gibt es noch ein anderes Video, das gern als Beweis heran gezogen wird. Auch hier gilt: Tragisch aber nicht bewiesen wer hier was wann und wo gemacht hat.
Mutmaßlicher Giftgaseinsatz
Natürlich könnte man nun der US-Regierung einen Vertrauensbonus einräumen, weil die uns natürlich nie belügen würden. Die Spitzelei der NSA, ok. Aber in so einer wichtigen Sache? Niemals! Oder doch?!
Die „Brutkastenlüge“ im ersten Golfkrieg hatten wir ja schon, genauso wie Bushs Lüge über die angeblichen Massenvernichtungswaffen, die nie gefunden wurden. Über Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten, aber über einen erfunden Kriegsgrund noch Witze zu reißen?! Naja...
Bush parodiert sich selbst
Kommen wir doch jetzt mal zu einem der besten Freunde der Amis – zu uns:
„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute abend hat die NATO mit Luftschlägen gegen militärische Ziele in Jugoslawien begonnen. Damit will das Bündnis weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern. Der jugoslawische Präsident Milosevic führt dort einen erbarmungslosen Krieg. Die jugoslawischen Sicherheitskräfte haben ihren Terror gegen die albanische Bevölkerungsmehrheit im Kosovo allen Warnungen zum Trotz verschärft. Die internationale Staatengemeinschaft kann der dadurch verursachten menschlichen Tragödie in diesem Teil Europas nicht tatenlos zusehen. Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen, eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen. [...]“, Gerhard Schröder (SPD, damals Kanzler)
Komplette Rede
Nochmal: „Wir führen KEINEN KRIEG, aber wir sind aufgerufen, eine FRIEDLICHE LÖSUNG im Kosovo auch mit MILITÄRISCHEN MITTELN durchzusetzen.“ Militärisches, meditatives Mandala malen für Söldner, oder was?
Besser geht es kaum!
Der damalige Verteidigungsminister Rudolf Scharping springt voll drauf an und präsentiert uns sein ganz eigenes Horrormärchen vom Kosovo: Im kosovarischen Dorf Rugovo erinnert bis heute der zerschossene Kleinbus an eine Schießerei zwischen den Soldaten der sogenannten Kosovo-Befreiungsarmee UCK und serbischen Polizisten. In Deutschland hatte Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping daraus ein Massaker an der Zivilbevölkerung gemacht. Das ist heute bestenfalls „nicht mehr ganz glaubhaft“. Es handelte sich mitnichten um ein Massaker, sondern die 25 Toten waren UCK-Kämpfer, die in einem "normalen" Gefecht mit serbischen Einheiten gefallen sind. Nachträglich aufgenommene Bilder benutzte Scharping als "Fotobeweise" für seine Massaker-Theorie. Bis heute rückt Scharping - wider besseres Wissen? - nicht von seiner damaligen Darstellung ab.
Scharping legt Beweise dar
Gleich zu Beginn des Krieges redet Scharping von "ernst zu nehmenden Hinweisen auf Konzentrationslager im Kosovo" mit dem Zusatz: "Ich sage bewusst KZ". Scharping meint, dass das Fußballstadion von Pristina möglicherweise in ein serbisches Konzentrationslager mit 100.000 Menschen verwandelt worden sei. Wenn gar nichts mehr geht, KZ und Hitler zieht immer. Diese Propagandameldung wie auch die, einflussreiche kosovo-albanische Intellektuelle würden in Pristina systematisch vom serbischem Militär ermordet, stammen von der UCK. Sie werden dennoch von Scharping verbreitet. Wenige Tage später tauchen zahlreiche Todgeglaubte wieder auf. Und Aufnahmen von deutschen Aufklärungs-Drohnen widerlegen die Behauptung eines Konzentrationslagers im Stadion von Pristina. Angemessene Dementis bleiben aus, KZ-Geschichten machen weiter die Runde. "Die Brutalität eskaliert, die Fliehenden ziehen buchstäblich an Bergen von Leichen vorbei. Mir geht eine alte Angst durch den Kopf: Dieser Verbrecher will einen Waffenstillstand auf dem Friedhof", erklärte uns Rudi weiter. Nichts weiter als Pathos, Lügen und Propaganda. Lange vor dem Krieg stirbt die Wahrheit als erstes.
Aber: Echte Fründe ston zesamme.... und bespitzeln sich.
Gregor Gysi über das Besatzungsstatut: „[...] ich muss Ihnen mal ganz ehrlich sagen, dass das Besatzungsstatut immer noch gilt. Wir haben nicht mehr das Jahr 1945, wir haben das Jahr 2013. Könnte man das nicht mal aufheben und die Besatzung Deutschlands beenden? [...]“
Gysi - Besatzungsstatut
Schäuble über die Souveränität Deutschlands: „[...] und Deutschland ist seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt voll souverän gewesen [...]“
Schäuble - Deutschland nicht souverän
Ulrich Maurer ist Jurist und deutscher Politiker (SPD, später Die Linke), als solcher langjähriges Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, Mitglied des Deutschen Bundestages und des geschäftsführenden Vorstandes der Partei Die Linke. Ulrich Maurer zum § 146 GG: „[...] Deutschland ist kein souveränes Land und befindet sich eigentlich noch im Nachkriegszustand. (…) Naja gut, wir haben eine staatliche Ordnung. Das ist keine Frage, aber sind kein Land wie Frankreich [...]“
Ulrich Maurer - Deutschland kein Land wie Frankreich
Aber Mutti hat das in den letzten Tagen erledigt. Daumen hoch, Angie!
Merkel rettet unsere Souveränität
Das einzige Land, das wirklich in der Geschichte Massen an Massenvernichtungswaffen aller Art eingesetzt hat, ist der Moralapostel Nr.1 – Die USA.
NATO Geheimarmeen in Europa (Lesung)
Der Kosovo-Krieg: Es begann mit einer Lüge - Deutschlands Weg in den Kosovo Krieg (Doku)

Mittwoch, 28. August 2013

Syrien - Assad soll C-Waffen eingesetzt haben | NATO will Krieg

SYRIEN... Außenwelle: "...dann wird Deutschland zu denjenigen gehören, die Konsequenzen für richtig halten..." Sein französisches Pendant: "...Es MUSS etwas geschehen! Die EINZIGE Option, die es NICHT gibt, ist, NICHTS zu tun". Das brauch ich wohl nicht in Normalsprech zu übersetzen. N24 gestern wörtlich: "UNABHÄNGIG von der UN-Untersuchung drängen besonders Frankreich und Groß-Britannien auf einen schnellen Militärschlag in den nächsten Tagen". Franzosen und Briten also... war ja klar... Syrien soll wohl wieder Kolonie werden, waren zu lange unabhängig vom Imperialismus/Kolonialismus/Hegemonialismus.

Als hätten mich N24 und n-TV nicht schon genug gequält, habe ich mir zusätzlich reichlich Footage aus Syrien rein gezogen. Was der Mainstream gerade als Opposition, Rebellen und Freie syrische Armee bezeichnet ist Al-Kaida und die, ihr nahe stehende Al-Nusra Front. Ganz früher nannte der Mainstream die sogar "friedliche Demonstranten, die nur Demokratie wollen". Es ist ein gutes Jahr her, da flimmerte noch jeden Tag ein anderes Balg durch die Flachröhre, dem Assads Schergen die Fingernägel raus gerissen haben sollen. Nie konnte man das Gör erkennen, nie hat es mal die entnagelten Flossen in die Kamera gehalten, egal, scheinbar hat Assad damit ja aufgehört. Ist ja schließlich medial nicht mehr präsent, also auch nicht mehr existent.

Zurück zum Footage: Also mein Arabisch ist schei.... , deren aber scheinbar auch. Was ich verstehe ist "Allahu akbar" nichts anderes, nur "Allahu akbar", fast das einzige Arabisch was ich höre. Das heißt übrigens soviel wie "Allah ist groß". Wieso juckt mich das? Laut Ärzten ohne Grenzen werden zum allergrößten Teil "Rebellen" (eigentlich islamistische Terroristen) aus dem Ausland behandelt, sprich: Sie haben ausländische Pässe dabei. Sprich: Saudi-Arabien, Jemen, Türkei, Katar usw. Die wiederum holen sich ihren CIA-unterstützten Nachwuchs aus dem gesamten Umland, wo natürlich, ja das weiß ich auch, auch arabisch gesprochen wird. Es (das Allahu akbar rufen) spricht aber vor allem dafür, dass das islamistische Irre sind. In einem säkularen Staat. Was suchen die da? Warum nennt sich so was "Freie syrische Armee“ und nicht wie sonst auch „Al-Kaida“? Medial würde das nicht so gut rüber kommen, wenn wir Terroristen unterstützen!

Und nun zu uns/NATO: Warum supporten wir die gleichen islamistischen Terroristen in Syrien, die wir unbedingt in Mali bekämpfen müssen? In Libyen haben wir die auch unterstützt, gegen Gaddafi, dem man - nur am Rande - das Gesicht halb abgezogen und eine Machete in den Hintern geschoben hat (Gerüchten zufolge). Sehr humanistisch diese Typen. In Libyen herrscht jetzt die Scharia und die islamistischen Terrorbrigaden... äähhhm, NATO, diese Demokratisierung hat nicht geklappt. Möchtest du nochmal in Syrien üben, oder wie?, aber Hauptsache der Gaddafi ist weg und jetzt halt Assad. Auch nur so am Rande: Zuvor hatte die NATO bereits Gaddafis jüngsten Sohn nebst drei Enkelkinde per Airstrike getötet. Die CIA hat mit Unterstützung ausländischer Luftwaffe sein Haus weg gebomt, Sohn und Kinder waren doofer Weise drin. Gaddafi hat auch ein riesiges Bewässerungsprojekt der Wüste in Gang gebracht, frecher Weise ohne amerikanische Unternehmen wie Halliburton. Gaddafi wollte auch sein Öl nicht mehr in Dollar handeln, er wollte den Gold-Dinar einführen und eine mächtigere afrikanische Union bilden. Alles große Frechheiten. Mir egal ob Gaddafi ein Spinner war, aber: Ein Wort davon in der Journaillie? Nichts! Nur, dass Gaddafi weg muss – deinstalliert gehört. Propaganda.

Video - Gaddafis Sohn getötet

Jetzt ist Assad der Nächste. Werden die zahlreichen Pro-Assad-Demos im Fernsehen erwähnt? Nö!

Video - Pros-Assad-Demo

Die Message ist die selbe wie in Libyen, Irak, Afghanistan und davor im Kosovo (Den Kosovo-Krieg trauten die sich übrigens erst nach dem Zusammenfall der Sowjetunion – logisch. Es gab kein Mandat, nichts. Rot-Grün hatte uns damals völkerrechtswidrig in den Krieg gezogen). Alle Kriege wurden mit einer massiven Medien-Lüge begonnen. ALLE! Und trotzdem glaubt jetzt wieder der größte Teil der westlichen Welt, dass Assad die Chemiewaffen eingesetzt hat. Wer soll es denn auch sonst gewesen sein? Die spinnerten islamistischen Terroristen natürlich! Die Irren, die während einer Ballerei "Allahu akbar" grölen!Die, Kinder anstacheln, gefangenen Soldaten den Kopf abzusäbeln! Die, die mittlerweile zwölfjährige rekrutieren, weil sie die Erwachsenen verheizt haben! Die, die, wenn man die Augen auf macht, zur Al-Kaida und Konsorten gehören! Und auf Al-Kaida hält ja nachweislich die CIA das Copyright, wenn wir uns mal an die Sowjets in Afghanistan erinnern. Die CIA hatte damals auch einen super Leader gefunden, total sympathischer Vogel, spätestens ab 9/11 war er der Böse. Wir machen uns die Welt widde widde wie sie uns gefä-ällt. Die, die von uns Unterstützung wollen, und bekommen werden, haben die 1300 Leute in Aleppo, Homs und Damaskus auf dem Gewissen, gerade um einen Militärschlag der NATO zu provozieren. WIR haben die Jungs da ja erst mal installiert, damit sie genau DAS machen können, denn WIR wollen schon seit Jahrzehnten in den Iran und Syrien ist nicht mehr und nicht weniger als ein Trittbrett in den Iran.

Schon Im Frühjahr sollte uns ja Glauben gemacht werden, dass der „Schlächter von Syrien“ chemische Waffen eingesetzt haben soll. Die Welt (Springer-Verlag): „Mehrere Quellen berichten, dass in Aleppo Chemiewaffen eingesetzt wurden. Es gab Dutzende Tote, Opfer berichten von Atemnot und Chlorgeruch. Regierung und Rebellen verdächtigen sich gegenseitig.“

Welt - C-Waffen damals

Großes Geschrei und dann war plötzlich wieder Ruh. Warum? Vielleicht weil man es dem Wahlvieh nicht so gern erzählt wenn Regierung und Medien lügen bzw. PROPAGANDA verbreiten. Denn: Die Washington Post, die Zeitung, die einst die Watergate-Affäre aufdeckte und jetzt leider dem Amazon-Gründer Jeff Bezos gehört, titelte darauf: „Syrian rebels used Sarin nerve gas, not Assad’s regime: U.N. official“

Die Rebellen waren es

Zu 9/11: 19 Terroristen, davon so um die 15 aus Saudi-Arabien. Wo marschieren wir ein? In Afghanistan! Supi! Und weil wir gerade in der Nähe sind, schauen wir noch mal bei Saddam vorbei. Was der nun damit zu tun hatte? Keine Ahnung! Einen Bösen brauchen wir halt immer. Und dann haben wir den Oberbösewicht, den End-Boss, geendlöst – Ooooooosamaaaa. Zehn Jahre haben wir einen alten , nierenkranken Mann gesucht. Um ihn dann wo zu finden? IN SEINEM HAUS in Abbotabad! Und das ist wo? In Pakistan! Einmarschiert sind wir wo? In Afghanistan und den Irak (Klappe die Zweite). Und die Terroristen von 9/11 kamen woher? Aus Saudi Arabien! Wer ist unser bester Freund da unten? Saudi-Arabien! Warum wurde eigentlich nicht ein einziger von den Vögel vor Gericht gestellt? Gut, Gaddafi wurde gelyncht, aber was war mit Osama und Saddam? Sind unsere supertollen Spezialeinsatzkommandos ;Navy Seals usw., nicht in der Lage, alte Säcke nach Den-Haag zu verfrachten, oder sollen die nicht reden? Jedenfalls ist der End-Boss jetzt besiegt. Der Tod Bin-Ladens wurde uns fachgerecht durch das mit gepostete Bild „bewiesen“. Die Obama-Admins schauen zu wie er (Bin-Laden) erledigt wird und wir dürfen ihnen beim zusehen zusehen. Jetzt muss das Spielchen aber weiter gehen. Und dafür brauchen wir einen neuen Bösewicht. Jener war dann abwechselnd Mahmud Ahmadinedschad und seine Atombombe und der Fingernagel-Rausreiser Baschar al-Assad. Mahmud ist eine Zeit lang nahe zu ganz aus den Medien verschwunden. Vielleicht dämmerte da jemanden, dass Mahmud 2013 eh weg ist, weil der Präsi im Iran nur zwei Legislaturperioden in Amt und Würden bleiben darf. FAZ - Wahlen im Iran
Der „gefährlichste Mann der Welt“, wie ihn die BILD nannte, darf nur zweimal Präsi spielen, genau wie in den USA. Huch! Habe ich gerade die USA mit dem Iran verglichen? Schande auf mein Haupt. Ich werde sofort zu Mc-Donalds rennen und mir einen Burger und eine Coke kaufen. Während ich den Schweinefraß in mich hinein stopfe singe ich mit voll gestopften Maul „The Star-Spangled Banner “ und salutiere vor „Stars and Stripes“.

Der „gefährlichste Mann der Welt“, der „Israel vernichten will“ ist jetzt weg, sein Nachfolger ist Hassan Rohani, der kommt auch noch dran und muss den Bösen spielen – versprochen! Aber im Moment wollen wir uns auf den Chemiewaffen schleudernden Killer aus Damaskus konzentrieren. Ursprünglich übrigens Augenarzt aus London, seine Frau, Asma, zeigt ihre Haare und ist nicht vermummt. Die beiden haben drei Kinder, Hafiz (* 3. Dezember 2001), Zein (* 5. November 2003) und Karim (* 16. Dezember 2004).

Wikipedia - Baschar al-Assad
und...
Asma al-Assad

Unbedeutende Tatsachen die eigentlich niemand wissen muss bzw. niemand wissen darf oder sollte, denn auch das Weglassen von Informationen ist eine Form von Propaganda, auch das nennt man Zensur. Es wäre viel zu leichtsinnig Assad als Familienvater zu zeigen, auch seine Frau und die Tatsache, dass er Augenarzt in London mit eigener Praxis war, muss medial totgeschwiegen werden. Es würde das Bild des folternden Diktators zerstören. Genau dieses Bild, das seit 2007 gezeichnet wird. Dieses Bild ist wichtig, damit der Pöbel, das sind wir, einem Krieg zustimmt! Das wussten schon Hitler und Goebbels. Das wussten aber auch schon alle Präsidenten der USA. Edward Bernays, Neffe von Sigmund Freud, beschrieb in seinem Buch „Propaganda“ alles was seit Napoleon, wenn nicht früher, von Regierung unternommen wird um Kriege zuerst für die Bevölkerung „akzeptabel“ zu machen und anschließen zu führen. Unsere heutigen Medien hätten Goebbels blass werden lassen – vor Neid, dass er so was nicht vermochte.

Dann gibt es da die richtigen Verbrecher, PR-Strategen und Propaganda-Genies, die, die hinter den Präsidenten die Strategien ausbaldowern – Spindoktoren: Karl Rove*, Henry Kissinger (Kriegsverbrecher und Träger des Friedensnobelpreises), Zbigniew Brzeziński (Autor von: „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives.“), Thomas P.M. Barnett (Autor von: „Blueprint for Action: A Future Worth Creating“ und „The Pentagon's New Map“) und noch viele weitere Vögel die erst Präsidenten beraten und dann über ihre menschenverachtenden Verbrechen Bücher schreiben oder umgekehrt.

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* „Roves Rolle hinter den Kulissen beim Verkaufen und Herbeireden des Irak-Kriegs war weit bedeutender als allgemein bekannt ist.“ Michael Isikoff in Newsweek, 13. August 2007
* „Der Präsident selbst rief ihn mitunter "Turd Blossom" (etwa: Mistblüte), weil Rove, die Koryphäe aller Spin-Doktoren, es wie kein anderer verstand, aus jedem noch so ordinären Dreck schönste Blüten zu treiben.“ Christoph Prantner, Der Standard, 14. August 2007
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„Menschen“ wie diese denken sich seit an Beginn der Zivilisationen Strategien aus um auf der Welt das Sagen zu haben. Menschen wie Obama oder Merkel sind dabei nur Marrionetten, die auch jetzt zu den Takt der Kriegstrommeln tanzen müssen, die von mächtigen Lobbyverbänden geschlagen werden. Öl bedeutet Dollar, Rüstung bedeutet Dollar und Krieg bedeutet Öl und Rüstung... und Truppen... und Macht.

Wikipedia - Spindoktoren

Blueprint for action

The Pentagon's New Map

Freeman 2007: „'Das Öl gehört uns!' Das war immer schon die Einstellung der Amerikaner gegenüber den Ländern die Ölquellen haben, speziell den Arabischen. Sie betrachten das Erdöl dort als ihr Eigentum welches sie sich einfach holen können. Dazu kommt noch, die Länder müssen den Dollar als Zahlungsmittel akzeptieren, weil dadurch das Öl für Amerika gratis ist. Wenn sich ein Land gegen diese Ausplünderung sträubt oder in einer anderen Währung bezahlt werden will, dann wird es zuerst mit einem Wirtschaftskrieg durch Erpressung und Boykott mürbe gemacht. Und wenn das nicht funktioniert und es nicht ein Marionettenstaat Amerikas werden will, dann mit einem echten Krieg erobert. Das passierte mit dem Irak und wird jetzt als nächstes mit dem Iran praktiziert.

"how did our oil get under their sand"

Alles Schall und Rauch

Die Frage ist gar nicht „ob“ wir, die NATO, USA – egal wie wir es nennen – die Frage ist nur „wann“. Wenn Syrien gefallen ist, werden die Kriegslügen weiter gesponnen, dann ist wieder der Iran der Böse und muss gestoppt werden, bevor er die Atombombe hat. Ungeachtet dessen, dass der Iran von Atommächten umzingelt ist und dass mit Atommächten anders umgegangen wird als mit denen, die keine Nukes ihr eigen nennen. Pakistan, China, Nordkorea habe sie, die Bombe, um nur einige zu nennen. Ich bin mir sicher, dass da auch nicht die nettesten Herrscher am Werke sind, aber die Kriegstrommeln tönen nicht in ihre Richtung. Warum? Sie haben Atomwaffen! Eine weitere Frage die sich stellt ist: Wie lange schauen sich Russland und China die verkommenen Verbrechen der Hegemonialherrschaft Amerikas noch an? Der iranische Botschafter in Moskau, Mohammad Reza Sajjadi, sagte, dass die syrische Armee keine Unterstützung brauche: „Die syrische Armee ist stark genug und braucht keine militärische Unterstützung aus dem Iran.“ Aber der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Seyyed Abbas Araghchi, hat vor den Folgen eines Militäreinsatzes in Syrien schon mal vorsichtshalber gewarnt.

„In einer Zeit, in der die Syrienkrise wegen des Chemiewaffeneinsatzes durch terroristische Gruppen so sensibel wie nie zuvor ist und die Nahostregion Ruhe und Besonnenheit benötigt, ist es gefährlich über Vorbereitungen für einen Militärangriff gegen Syrien ohne UN-Mandat zu sprechen“, sagte der iranische Außenamtssprecher am Montag in einem Interview mit ISNA. „Eine militärische Lösung ist weder realisierbar noch nützlich, nur durch Gespräche und politische Verständigung kann eine friedliche und dauerhafte Lösung in Syrien gefunden werden“, ergänzte er.

Was Araghchi hier vergisst, ist, dass es für die syrische Bevölkerung vollkommen irrelevant ist, ob MIT oder OHNE UN-Mandat. Seit dem Krieg im Kosovo interessiert sich die NATO einen Dreck um UN-Mandate. Die NATO ist x-fach mächtiger als die schlappe UN. Außerdem ist eine militärische „Endlösung“ sehr wohl realisierbar, die Kriegsschiffe im Mittelmeer hat Araghchi ja vielleicht übersehen, aber wie kann er die Vorgänger Syriens vergessen haben. Und nützlich? Das liegt im Auge des Betrachters. Fakt ist: Wenn Russland und China das Spiel nicht mehr mitmachen, ist die Lunte zum dritten Weltkrieg gezündet. Gelegt ist sie schon und die USA haben das Streichholz in der Hand. Das sagt unter anderem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro: „Die USA wollen anscheinend einen großen Weltkrieg entfesseln. Wir sind am Rand eines offenen Kriegs gegen Syrien, aber wir werden das syrische Volk nicht verlassen.“

Die US-Armee sei bereit, ein Militärszenario in Syrien umzusetzen, wenn sie einen entsprechenden Befehl von US-Präsident Barack Obama bekommt (Kein Konjunktiv wie sonst immer? Hmm...), sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel. Wir sehen: Interessant ist der Befehl des US-Präsidenten – die UN ist abgehakt. Kongress? Gewaltenteilung, Legislative, Exekutive, Judikative? Alles abgeschafft! Und der US-Präsident ist nichts weiter als die Nutte der Geheimdienste und der NATO, die wiederum sind nichts weiter als Machtspielzeuge der Lobbyverbände und einer kleinen elitären Klicke aus der Hochfinanz – Goldman-Sachs lässt grüßen. Zurück zum Angriff mit C-Waffen: Der russische Außenminister Lawrow, sieht die Lage sehr richtig, jedenfalls nach meiner Auffassung. Lawrow: „Nur die syrische Opposition braucht Rummel um C-Waffeneinsatz bei Damaskus“. Moskau (RIA Novosti/IRIB) - Der Rummel um die Anwendung von chemischen Waffen bei Damaskus ist laut dem russischen Außenminister nicht für die syrischen Behörden, sondern für jene nützlich, die Schläge gegen dieses Land von außen provozieren wollen.
Für die syrische Regierung wäre es sowohl aus politischer als auch aus militärischer Sicht ungünstig, während der Arbeit von UN-Inspekteuren in Syrien chemische Waffen einzusetzen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau in einer Pressekonferenz. Zudem sei die gegenwärtige militärische Lage für die Regierung eher günstig und ein amerikanisch-russisches Treffen zur Vorbereitung einer Genf-Konferenz solle demnächst stattfinden. Laut Lawrow kann er nicht eindeutig die Schuldigen nennen - „im Unterschied zu denen, die bereits der Regierung die Schuld daran gegeben haben…“.
„Wir müssen abwarten, bis die Expertengruppe (der UNO) eine unvoreingenommene Untersuchung durchführt – und das allerdings nur, wenn sie nicht daran gehindert wird“, so Lawrow. Die Expertengruppe der UN wird allerdings nur feststellen, DASS C-Waffen zum Einsatz kamen, aber wahrscheinlich nicht VON WEM. Und wenn schon? Wir brauchen das schwarze Gold!

IRIB - Weltkrieg

IRIB - Syrische Armee braucht keine Hilfe

IRIB - Opposition braucht Rummel um C-Waffen

Präsident Baschar al-Assad betonte, dass Syrien ein souveränes Land ist (Anders als die BRD), welches den Terrorismus (made by USA) bekämpfen wird und selbst entscheidet, mit welchen Ländern Beziehungen aufgebaut werden, die im Interesse des syrischen Volkes sind.
In einem Interview mit der russischen Zeitung "Iswestija" bekräftigte Präsident al-Assad: „Die Mehrheit derer, die wir bekämpfen sind Takfiris. Sie folgen der Al-Kaida-Doktrin. Dann gibt es auch noch eine kleine Anzahl von gesetzlosen Söldnern." Auf dem angeblichen Einsatz von chemischen Waffen entgegnete Präsident al-Assad, dass die Aussagen der amerikanischen Regierung und derer anderer westlichen Länder mit solcher Verachtung und unverhohlener Missachtung stattfanden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Es gebe keine Institution, geschweige denn eine Supermacht, die erst einen Vorwurf äußert und sich dann erst ans Sammeln von Beweisen macht. Der Präsident betonte, dass die Anschuldigungen politisch motiviert sind und zu dieser Zeit aufgrund der Erfolge der syrischen Armee gegen die Terroristen zur Sprache gebracht werden.

SANA - Interview mit Präsident Assad

Ende 2012 Anfang 2013 war die Rede vom „Fiscal cliff“ - Die Fiskalklippe. Die USA waren de facto pleite. Und sind es immer noch, es wird auch schlimmer anstatt besser. Logisch: Die Kohle, die wir den Griechen gepumpt haben, verbrät Obama an einem Vormittag. Die USA stoßen nach Angaben von Finanzminister Jacob Lew Mitte Oktober wieder an die gesetzliche Schuldenobergrenze. US-Finanzminister Jack Lew rief Republikaner und Demokraten im Kongress am Montag in einem Brief auf, sich möglichst bald auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze zu verständigen. Anderenfalls könne der Bund bis Mitte Oktober zahlungsunfähig sein, schrieb Lew. "Ein solches Szenario könnte die Finanzmärkte erschüttern und unsere Wirtschaft empfindlich treffen", erklärte er. Die Regierung von Präsident Barack Obama hatte ursprünglich erklärt, eine Einigung müsse bis September erzielt werden, um eine Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Na erst mal sehen, was da so in Syrien zu holen ist. Da muss doch irgendwas machbar sein.

Zeit - Fiscalcliff

„Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations.“
George Orwell

Und jetzt alles zusammen:

O! say can you see
by the dawn’s early light,
What so proudly we hailed
at the twilight’s last gleaming,
Whose broad stripes and bright stars
through the perilous fight,
O’er the ramparts we watched,
were so gallantly streaming?
And the rockets’ red glare,
the bombs bursting in air,
Gave proof through the night
that our flag was still there;
O! say does that star-spangled
banner yet wave,
O’er the land of the free
and the home of the brave?

...

Von einer unabhängigen Presse in Amerika kann nicht die Rede sein. Nicht ein einziger Mann unter ihnen wagt es seine ehrliche Meinung auszusprechen. Wir sind die Instrumente und Vasallen der Reichen hinter den Kulissen. Wir sind Marionetten. Jene Männer ziehen an den Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Talente, unser Leben und unsere Kräfte sind alle Eigentum jener Männer – Wir sind intellektuelle Huren.”
- John Swinton, (1830-1901), Herausgeber und Chefredakteur der New York Times

Obama fängt Osama

Märchenrepublik - Kriegslügen als imperialistischer Trend

Dienstag, 6. August 2013

Neues und Altes aus der Presselandschaft

Amazon-Gründer kauft die "Washington Post"

Katharine Weymouth, Vorstandsvorsitzende und Verlegerin der "Washington Post", bittet alle Mitarbeiter am Montag Nachmittag, um 16:30 in das große Auditorium im Erdgeschoss der Zentrale in Washington. Solche Aufforderungen verheißen meist nichts Gutes, wie sich auch bestätigen sollte: Der Onkel von Katharine Weymouth und Aufsichtsratchef, Donald Grayham, verkündete wenige Minuten später:
"Ich habe eine sehr überraschende Ankündigung zu machen. Unser Unternehmen macht öffentlich, dass wir die 'Washington Post' an Jeff Bezos, den Gründer von Amazon, verkauft haben."
Für lächerliche 250 Millionen Dollar, als Privatperson, nicht als Chef von "Amazon".
"Wir haben das Blatt geliebt und die, die es produziert haben", sagt Donald Graham zu seinen Mitarbeitern. Aber man habe keine Antwort auf die neuen Herausforderungen des Zeitungsgeschäfts gefunden, sieben Jahre in Folge seien die Gewinne zurückgegangen.

Die "Watergate-Zeitung"


Wikipedia über die Watergate-Affäre: "Als Watergate-Affäre (oder kurz Watergate) bezeichnet man, nach einer Definition des Kongresses der Vereinigten Staaten, zusammenfassend eine ganze Reihe von gravierenden „Missbräuchen von Regierungsvollmachten“[1], die es während der Amtszeit des republikanischen Präsidenten Richard Nixon zwischen 1969 und 1974 gegeben hat. Die Offenlegung dieser Missbräuche ab Juni 1972 verstärkte in den USA massiv eine durch den Vietnamkrieg ausgelöste gesellschaftliche Vertrauenskrise gegenüber den Politikern in Washington und führte schließlich zu einem schweren Verfassungskonflikt. Höhepunkt der teils dramatischen Entwicklungen war am 9. August 1974 der Rücktritt Nixons von seinem Amt."
Dafür, dass sie die kriminellen Praktiken der Republikaner entlarvt hatten, wurden die Reporter der "Washington Post" Bob Woodward und Carl Bernstein 1973 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Sie hatten bereits nach dem Einbruch in den Watergate-Gebäudekomplex im Sommer 1971 vermutet, dass es sich nicht um eine Tat einzelner Personen, sondern um eine weitreichende politische Verschwörung unter Einschluss des Weißen Hauses handeln könnte. Na Gott sei dank, dass heutige Politdarsteller alle eine reine Weste haben(!). Staatstrojaner?! Schon wieder vergessen?
Dies geschah in einer Zeit, als der vierten Macht im Staate, der Presse, noch "Eier" attestiert werden konnten. Heute ruft Mutti Merkel die Vertreter eben genau dieser vierten (Ent)macht(ung) zu sich und bittet einfach mal darum, dass jene doch nicht ganz so detailliert über unsere "Euro-Krise" sprechen. Und was machen diese kastrierten Intellektüllen der westlichen Top Journaille? Sie tun ihr den Gefallen. Jakob Augstein schreibt in seinem Blatt, der Freitag: "[...] Ein paar Monate zuvor, am 8. Oktober 2008, hatte es ein sonderbares Treffen gegeben, das in diesem Zusammenhang Erwähnung finden soll. Die Bundeskanzlerin hatte an jenem Tag die bedeutenden Chefredakteure der bedeutenden Medien eingeladen. Es war die Zeit, in die der Ausbruch der großen Finanzkrise fiel. Man findet keinen ausführlichen Bericht über dieses Treffen, der veröffentlicht geworden wäre und überhaupt nur wenige Erwähnungen in den Archiven, nur hin und wieder einen Nebensatz, eine knappe Bemerkung. An einer Stelle liest man in dürren Worten, worum es an diesem Abend im Kanzleramt ging: Merkel bat die Journalisten, zurückhaltend über die Krise zu berichten und keine Panik zu schüren.
Sie haben sich daran gehalten, die Chefredakteure
. Noch im Februar 2009, vier Monate später, wunderte sich die taz über die Medien: "Sie halten die Bürger bei Laune, auf dass diese stillhalten. Wie viel Geld bereits in die Banken gepumpt wurde, wie viele Milliarden Bürgschaftszusagen vergeben wurden (und wie viele Hartz-IV-Monats"löhne" das sind), das steht auch nicht in der Zeitung. Die Süddeutsche (vom 15. 1.) beispielsweise versteckt die Mitteilung, dass die Hypo Real Estate zum vierten Mal in vier Monaten Milliarden Bargeld und Bürgschaften braucht, unter der Überschrift "Wenn Steinbrück an die Tür klopft"." Die Bild-Zeitung übrigens bekam sogar einen Preis dafür, dass sie so "verantwortungsvoll" berichtet habe. Einen Preis, der von Journalisten verliehen wurde. [...]"
Augstein kan vielleicht als ultralinker Salonlöwe bezeichnet werden, aber er hat von seinem Daddy vielleicht doch das Ein oder Andere mitbekommen. Sein Vater, ebenfalls Pressevertreter und Spiegel-Gründer, Rudolf Augstein, ging für seine Überzeugung sogar in den Knast. Franz Josef Strauß, der damalige Verteidigungsminister, hatte die Redaktion des Spiegels besetzen lassen und Vater Augstein musste mehrere Monate (103 Tage) hinter schwedischen Gardinen verbringen. Die Anzeige gegen das Blatt wegen Landesverrats wurde niedergeschlagen.

Des Kaisers neue Kleider

Wir erinnern uns an das Märchen: Der Kaiser möchte dem Pöbel, das sind wir, sein neues, edles Gewandt vorführen. Auf Grund der Lügen, die zuvor gesät wurden, traut sich niemand, ihn darauf hinzuweisen, dass er in Wahrheit nackt ist. Nur ein Kind hat die Chuzpe diese Tatsache laut auszusprechen. Für mich ist, neben einigen anderen alternativen Medienmachern, Jakob Augstein dieses Kind. Jakob Augstein hat vor kurzer Zeit ein Buch herausgegeben, mit dem schönen und auch so wahren Titel: "Sabotage. Warum wir uns zwischen Demokratie und Kapitalismus entscheiden müssen". Mit diesem Titel ist Augstein einer der ganz wenigen "seriösen" oder auch "etablierten" Journalisten die erkannt haben, dass bereits die Geier über unseren Köpfen kreisen. Der Unterschied zum Märchen ist der, dass im Märchen der gesamte Pöbel in Gelächter ausbricht und sich nun alle trauen auszusprechen was Fakt ist: Der Kaiser ist nackt! Was diesen Punkt bei unserer Presselandschaft angeht... Nun ja, die Jungs und Mädels sind ein wenig traniger.
Ist Augstein jetzt ein Kommunist, ein Sozialist, ein Miesmacher, ein radikaler Linker, Marxist oder schlicht ein durchgeknallter Irrer? Weder noch! Er ist einer der Journalisten die zur Mangelware geworden sind. Einer der sich traut auszusprechen, dass hier ein gigantisches Machtinstrument am wirken ist, dessen Ziel es sicherlich nicht ist Bürgerrechte oder Demokratie zu stärken. Augstein war auch einer der wenigen, die sich trauten Israel in Bezug auf den Umgang mit den Palästinensern zu kritisieren, was ihn prompt auf die Topten-Liste der gefährlichsten Antisemiten des Wiesenthal-Zentrums katapultierte. Eine Keule, die bekanntlich gerne geschwungen wird. Wir erinnern uns an Günter Grass.
George Orwell war gerade zu ein Hellseher. Er hat in seinem Buch 1984, das er 1948 schrieb, gut vorhergesagt was heute Realität ist. Nur war Orwell geradezu optimistisch. Er wusste auch etwas über Journalismus zu sagen: "Journalismus heißt, etwas zu drucken, von dem jemand will, dass es nicht gedruckt wird. Alles andere ist Public Relations."

Der kleine und/oder große Zusammenhang

Nochmal zurück zu Amazon: Was bedeutet es für unsere Presse wenn sich Heuschrecken-Unternehmen (oder deren Besitzer) Zeitungshäuser unter den Nagel reißen? Ehemalige Flaggschiffe wie die "Washington Post", die ja immerhin mal auf Augenhöhe mit der "New York Times" war? Werden dann noch kritische Berichte über solch gigantische Konzerne erscheinen? Wohl eher kaum! Auch wenn Jeff Bezos beteuert, nicht in das Tagesgeschehen eingreifen zu wollen. Aber spätestens dann, wenn ein Artikel aufzeigt, dass Amazon dafür (mit)verantwortlich ist, dass kleine regionale Buchläden gerade zu aussterben, dann... ja dann müsste er doch...?! ...Einschreiten? Oder nicht?! Er wird! Andersrum wäre es schädlich für den Konzern Amazon.
"In 20 Jahren wird es keine gedruckten Zeitungen mehr geben. Wenn doch, vielleicht als Luxusartikel, den sich bestimmte Hotels erlauben, als extravaganten Service für ihre Gäste. Gedruckte Tageszeitungen werden in 20 Jahren nicht mehr normal sein." Dieser Spruch stammt von Jeff Bezos.

PRISM, Amazon und Bespitzelung

Erinnern Sie sich noch an PRISM oder TEMPORA? Oder, zugegeben etwas länger her, an Echelon, oder, sorry, die STASI?
Wollen wir uns doch folgendes merken: PRISM und der ganze andere Rotz zeigt nur, dass die Regierungen, unsere Volksvertreter, natürlich alle demokratisch gewählt, außer da wo Öl liegt, uns permanent bespitzeln und das heißt, dass jeder Schritt im Web gespeichert und analysiert wird. Alle unsere Daten sind dank X-Keyscore von NSA und Co überall und jeder Zeit abrufbar. X-Keyscore ist so etwas wie eine Super-Suchmaske sagt Bruno Kramm, Spitzenkandidat der Piratenpartei in Bayern: "Die X-Keyscore-Suche eines Agenten ist vergleichbar mit der Suche von Otto Normalverbraucher nach einem Dokument auf seiner Festplatte. Man kann sich das einfach so vorstellen, als wären die ganze Welt und alle Menschen dieser Welt auf Ihrer einen, persönlichen Festplatte gespeichert"
Durch alles was wir so im Netz machen kann natürlich auch ein Profil von uns erstellt werden. Welche Zeitungen wir so lesen? Wie lange wir uns mit bestimmten Artikel befassen? Ob wir linke oder rechte Gazetten präferieren? Oder noch schlimmer - beides?! Auch ganz gefährlich könnten wir sein, wenn wir die syrischen, iranischen oder russischen Nachrichtenagenturen verfolgen. Denn DU bist Terrorist!
Und war es nicht auch der Konzern Amazon, der Online-Speicher an US-Geheimdienste verbimmelt hat? Und entwickelt nicht auch Amazon Spitzel-Utensilien wie die Cloud für Schnüffel-Behörden? Doch, genau das! Die Welt schreibt: "Die CIA überraschte IBM Anfang des Jahres, als sie sich beim Aufbau eines Cloud-Dienstes, der sie mit Geheimdiensten rund um die Welt verbinden soll, für Amazon entschied. Der Vertrag über vier Jahre wird auf bis zu 600 Millionen Dollar geschätzt." Und hat nicht auch Amazon einst die Server von Wikileaks gesperrt? Doch! taz.de vom 02.12.2010: "'Wikileaks von Amazon-Server verdrängt. Freie Rede im Land der Freien', teilten die Enthüllungs-Aktivisten von Wikileaks über Twitter am Mittwoch mit. Die Enthüllungsplattform hatte erst vor kurzem Server bei Amazon angemietet, um die vielen Zugriffe nach den jüngsten Enthüllungen gerecht zu werden."

Das Dilemma mit dem Gedächtnis und 0 und 1

Warum sind wir nicht in der Lage Zusammenhänge zu sehen? Sind wir doof oder einfach nur kaltschnäuzige Arschlöcher denen einfach alles Peng ist? Oder liegt es an den vermehrt auftretenden Online-Ausgaben der Zeitungen? Haben die Zeitungen nicht gerade deshalb ein Problem, weil kaum noch jemand seine Zeitung als Printausgabe kauft, und statt dessen auf die meist kostenlosen Angebote im Web zurück greift? Können sich Zeitungen nicht vielleicht auch deswegen keine guten Journalisten mehr leisten, und müssen die (bedauernswerten) Redakteure nicht auch gerade deswegen die Reuters-Meldungen in die PCs kotzen. Liegt es nicht vielleicht auch daran, dass die Zeitungen nicht mehr gegen die immer schnellere Welt im Netz ankommen. Und liegt es nicht vielleicht daran, dass wir Zusammenhänge nicht mehr sehen können, weil wir so schnell vergessen? Weil unser Hirn nur Platz für die neuste, aber nicht die wichtigere Info hat? Ist deswegen Affäre X von Ex-Fußballgröße Lothar Matthäus wichtiger als der Präsidentenwechsel im Iran? Zur Erinnerung: Das war mal der gefährlichste Mann der Welt. Der ist jetzt weg. Einfach so. Ohne Krieg. Durch Wahlen. Einfach nur weil die neuen Infos die alten überholen? Weil wir gar nicht so schnell den Finger über den Retina-Touchscreen wischen können, wie neue Meldungen rein tickern? Dazu gibt es jedenfalls interessante Studien. All diese Studien laufen auf die schlichte Erkenntnis hinaus, dass rein digital aufgeschnappte Infos es überall hin schaffen. Nur nicht in unseren Schädel. Jedenfalls nicht für eine längere Zeit. Wir können also unser Verhalten, egal in welcher Hinsicht, nicht auf Grund einer Information ändern, wenn wir diese Online bekommen haben, weil wir uns schlicht nicht lang genug erinnern.
Der bereits erwähnte George Orwell war nicht der einzige "Hellseher", bereits vor Jahrzehnten sagte der Kommunikationsgott Marshall McLuhan diese Vorgänge voraus. Unter anderem, dass Medien die Ausweitungen der menschlichen Sinne sind, denen die Aufgabe der Steuerung und Gestaltung des Ausmaßes und der Form menschlichen Zusammenlebens zukommt. Nachzulesen hier

Links: KenFM


Christian Hildebrandt