Samstag, 11. Mai 2013

Warum Ressourcen-Kriege fuehren

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat weitere militärische Unterstützung, auch nach einem Truppenabzug 2014, zugesagt. Dies erklärte Angela Merkel am Freitag, begleitet vom deutschen Verteidigungsminister Thomas de Maizière, in der Stadt Mazar-i-Sharif im Norden Afghanistans. Die Kanzlerin stellte allerdings Bedingungen für diese Unterstützung, so rief sie Kabul auf, demokratische Institutionen in dem durch Krieg zerrütteten Land zu installieren. Mit rund 4300 Soldaten in den Provinzen Kunduz, Balkh und Badakhshan stellt Deutschland das drittgrößte Kontingent, nach den USA und Großbritannien. Merkel erklärte, dass Deutschland ein wachsames Auge auf den politischen Fortschritt im Land haben werde. Am 18. April gab de Maizière an, dass Überlegungen bestünden, zwischen 600 und 800 Soldaten noch von 2015 bis 2017 in Afghanistan zu belassen. Ende Januar verlängerte der Deutsche Bundestag die Präsenz der deutschen Streitkräfte in Afghanistan bis zum Ende des Jahres 2014. Der Plan, die Mission in Afghanistan weiter andauern zu lassen ist in der Bevölkerung weithin unbeliebt, doch die Politiker halten weiter daran fest. Seit Oktober 2001 befinden sich deutsche Truppen im Kriegsgebiet an der Seite von US-geführten Truppen, die in das Land am Hindukusch einfielen, gerechtfertigt durch 9/11. Allerdings waren mindestens 15 der 19 mutmaßlichen Attentäter Saudis, auch der vermeidliche Hauptdrahtzieher, Osama bin Laden, stammte aus Saudi-Arabien, angeblich gefunden wurde jener dann in Pakistan. Nachdem das Land aus NATO-Sicht "demokratisiert" wurde, bestand eine der ersten Amtshandlungen des ins Amt gehievten Präsidenten, Hamid Karzai, einen Pipeline-Vertrag abzusegnen.
Zur Zeit des Einmarsches war Cheney Vize-Präsident der Vereinigten Staaten und der einflussreichste Mann hinter George W. Bush, beide stammen aus der Ölindustrie. 9/11 und der amerikanische Feldzug in Afghanistan hatten Zentralasien endgültig in den Brennpunkt der US-Außenpolitik gerückt. Washington war fest entschlossen, die geostrategischen Kräfteverhältnisse am Kaspischen Meer zu seinen Gunsten zu verändern.

Viel Aufwand der sich lohnt

Laut dem aktuellen Buch von Dr. Daniele Ganser verbraucht die Welt täglich 88 Millionen Fässer ÖL. Das folgende Bild zeigt einen sogenannten Supertanker und soll für ein besseres Vorstellungsvermögen dieser großen Zahl von 88 Millionen sorgen. Ganser spricht davon, dass einer dieser Tanker zirka zwei Millionen Fässer laden kann. Ein Fass mit 159 Litern kann man sich leicht vorstellen, zwei Millionen passen also in einen solchen Tanker und die Welt verbraucht pro Tag 44 solcher Supertanker, 88 Millionen Fässer, also 13.992.000.000 Liter, rund 14 Milliarden pro Tag und der Bedarf wird nicht weniger. Bei wachsender Bevölkerung, immer weiter wachsender Wirtschaft und steigenden Konsum ist es nur einleuchtend, dass, bis eine Alternative gefunden wird, immer mehr Öl ge- und verbraucht wird.
Jetzt könnte der Eindruck entstehen, dass die Regierungen der westlichen "zivilisierten Demokratien" gerade zu altruistisch handeln würden, um die Bevölkerungen mit Energie zu versorgen, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, aber es geht natürlich auch um Geld. Um viel Geld! Der Ölkonzern Shell hat im ersten Quartal 2011 einen Gewinn von 7 Milliarden Dollar gemacht. Exon Mobile, der größte Ölkonzern in den USA, hatte 2011 einen Jahresgewinn von 40 Milliarden erwirtschaftet. Der Chef von Exon Mobile, Rex Tillerson, verdient, laut Dr. Ganser, 95 Tausend Dollar pro Tag. Sein Vorgänger, Lee Raymond, kam 2006 sogar auf ein Jahresgehalt von 357 Millionen Dollar, also eine Million am Tag. Nicht vergessen: Bush und Cheney stammen beide aus der Ölindustrie. Ganser sieht die Möglichkeit dieser horrenden Gewinne hauptsächlich darin, dass die Firmen das Produkt, welches sie verkaufen, nicht selber produzieren müssen, sondern es nur zu fördern haben. Auf der anderen Seite leben in den USA 45 Millionen Menschen von Essensmarken, ein Umstand der dem amtierenden Präsidenten, Barack Obama, den Beinamen "Food stamp president" einbrachte.

Peak-Oil erreicht

Mit dem Begriff "Peak-Oil" wird die maximale Ölförderrate bezeichnet, ein Plateau ab dem die Ölfördermenge nun kontinuierlich abnimmt, oder anders ausgedrückt: Die Ölimporte steigen während die Exporte abschmälern. In den Medien ist zu lesen, dass die Welt noch für 40 Jahre Erdöl zur Verfügung hat. Gut! Das hat man mir schon vor 20 Jahren in der Schule beigebracht und heute, zwei Jahrzehnte später, sind es immer noch 40 Jahre, aber irgendwas wird da schon dran sein. Was das konventionelle Erdöl angeht, ist Peak-Oil übrigens schon 2006 erreicht gewesen. Allein die USA verbrauchen 19 - 20 Millionen Fässer Erdöl pro Tag, Europa verbraucht 15 - 17 Millionen Fässer. In Europa hat es, bis auf Norwegen Und Großbritannien nie nennenswerte Ölvorkommen gegeben. Sowohl in Europa als auch in den USA ist Peak-Oil erreicht, aber auch China ist auf den Import von Öl angewiesen und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst. Was wenn auch bald jeder zweite Chinese ein Auto und vier beheizte Zimmer in einer 90 Quadratmeter-Wohnung haben möchte? Die folgende Grafik zeigt den Rückgang der Ölproduktion, besonderes Augenmerk bitte auf "Crude oil: fields yet to be found" und "Crude oil: fields yet to be developed", vielleicht könnte man auch sagen "Crude oil: fields yet to be conquered".
Russland und Saudi-Arabien sind die größten Ölförderer, mit den Russen hat es schon immer Spannungen gegeben, also konzentrierte sich die frühere US-Regierung lieber auf Saudi-Arabien, wobei solch reizende Aufnahmen entstehen wie unten zu sehen. Abgelichtet sind George Bush und König Abdullah von Saudi Arabien. Nochmal: 15 der Attentäter von 9/11 und der Hauptdrahtzieher stammen aus Saudi-Arabien, einmarschiert sind wir in Afghanistan und Irak, gefunden will man den Hauptdrahtzieher in Pakistan haben - Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Propaganda

"Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, die globale Wirtschaft ist stark auf neu entdeckte Ölvorkommen angewiesen, leider finden wir immer weniger, aber am Hindukusch, im Irak und vor allem im Iran liegt noch haufenweise von dem schwarzen Gold. Also fliegen wir hin, töten alle die was dagegen haben und nehmen es einfach!"
Würde Sie einen Politiker wählen, der so etwas auf einer Wahlkampfveranstaltung von sich gibt? Nein?! Die meisten wohl nicht, aber genau das ist heute Realität. Warum werden diese Menschen denn trotzdem gewählt? Mit Hilfe von...

...Propaganda!


Ich hab mich nun schon ausreichend über die Propaganda-Methoden und Krieglügen ausgelassen, deswegen hier nur zwei kurze Beispiele. 1990 flennt uns Nijirah al-Sabah die Ohren zu, Sie hätte gesehen wie irakische Soldaten in Kuwait "Baby-Bolzen" mit Frühgeburten spielten, das Ganze sollte geschehen sein in einem Hospital, in dem Sie arbeitete. Später stellte sich wie fast immer heraus - eine Propaganda-Lüge der US-Regierung. Nijirah al-Sabah war die Tochter des kuwaitischen Botschafter Saud Nasir as-Sabah. Inszeniert wurde die Schmierenkomödie von der Werbeagentur Hill & Knowlton für schlappe 10 Millionen Dollar. Dick Cheney war zu dieser Zeit Verteidigungsminister und von 1995 - 2000 Vorsitzender bei Halliburton.
Das zweite Beispiel ist das viel diskutierte World-Trade-Center. Ein ehemals schillerndes Gebäude, das nach neuen Gesetzen zum Asbest-Schutz nicht mehr viel wert war, es hätte komplett saniert werden müssen. Das billigste wäre es, es einfach zu sprengen, aber das durfte man natürlich nicht, weil der Asbest dann in die Luft gefeuert würde. Im Jahre 2001 übernahm Larry Silverstein den Komplex der beiden Türme, nachdem ein anderer Interessent einen Rückzieher gemacht hatte. Gebäude Nummer Sieben gehörte Siverstein bereits. Von einer Versicherung erhielt Silverstein nach 9/11 4,6 Milliarden Dollar. Des Weiteren wurden so genannte Put-Optionen auf die zwei Airlines der gekaperten Maschinen abgeschlossen - American und United Airlines. Jemand hatte also auf den Fall der Aktien der beiden Airlines gewettet und einen beträchtlichen Gewinn gemacht, die zuständige Institution rückt die Namen der Nutznießer bis heute nicht raus.
Zurück zu Gebäude Nummer Sieben: Da gibt es etwas besonders witziges, nämlich, dass die BBC zirka 20 Minuten zu früh vom Einsturz des Selbigen berichtete. Die Korrespondentin, Jane Standly, steht vor einem Fenster und berichtet vom Einsturz des WTC 7 (auch Salomon Brothers Building genannt), allerdings sieht man es noch deutlich im Hintergrund stehen. Im Jahr 2008 hat sich BBC für den Vorfall entschuldigt und sich auf eine Reuters-Meldung berufen, Reuters schweigt bis heute.

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