Montag, 17. Dezember 2012

China und Indien Vorbild für Europa

Zur Weihnachtszeit werden wieder unzählige Geschenke unterm Baum liegen, ein Großteil davon wurden in Niedriglohnländer wie China und Indien produziert. In China ist es nicht unüblich, dass die Arbeiter, die sich für unseren Billigwahn krumm buckeln, nur ein Wochenende im Monat haben und zehn Stunden pro Tag arbeiten. In Indien schuften Näherinnen für 35 Euro im Monat unter anderem für den Textil-Konzern Kik. Von Sozialleistungen ist in diesen Ländern erst gar nicht die Rede. Genau in diesen katastrophalen Bedingungen sieht die Lobbyisten- und Konzernkanzlerin Angela Merkel die Zukunft Europas.

„Wenn Europa heute 7 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht, etwa 25 Prozent des globalen Bruttosozialprodukt erwirtschaftete und damit 50 Prozent der weltweiten Sozialkosten finanzieren muss, dann ist es offensichtlich, dass wir sehr hart werden arbeiten müssen, um den Wohlstand und unseren Lebensstil zu erhalten. Wir alle müssen aufhören, jedes jahr mehr auszugeben als wir einnehmen“, so die Kanzlerin.

Die Welt blicke schon längst nicht mehr auf Europa als Vorbild, andere Modelle wie jene von China, Japan, Indien und Brasilien seien der Maßstab. Dort werde hart gearbeitet und Innovation vorangetrieben. Dies berichten heute die Deutsch-Türkischen Nachrichten.

Das ist eine klare Positionierung gegen die Haltung des französischen Präsidenten Francois Hollande, der entschieden auf Abstriche im Sozialbereich verzichten möchte und die Verstaatlichung von Unternehmen in Erwägung zieht.

Was das bedeutet dürfte klar sein: Während überall in die Deutschland die Kosten für die Lebenserhaltung steigen, steigen die Gehälter nur marginal oder gar nicht. Deutschland ist unter den Schlusslichtern was Lohnerhöhungen angeht. Parallel drückt die Angst vor Hartz IV, und damit vor Verarmung, die Löhne weiter. Erst wenn die Völker Europas für Hungerlöhne den Wohlstand einer kleinen Elite erwirtschaften, sind unsere "Volksvertreter" am Ziel und wir Deppen haben sie auch noch gewählt.

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