Dienstag, 11. Dezember 2012

Kriegsvorbereitungen gehen weiter

Türkische Jugendliche: Unser Land wurde von den USA besetzt

Laut iranischer Nachrichtenagentur haben in Ankara und weiteren Städten in der Türkei zahlreiche Jugendliche gegen die Stationierung der Patriot-Raketensystem protestiert. Sie wehren sich mit den Protesten gegen die anti-syrische Haltung ihrer Regierung. Bei den Protesten kam es, laut türkischen Jugendverbänden, zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrant und der Polizei.

Die türkischen Jugendverbände verurteilten in einer gemeinsamen Erklärung das Vorgehen der Polizei und es hieß "Heute ist der türkische Boden von US-Truppen besetzt und in den Städten Hatay, Gaziantep, Osmaniyeh und Kahramanmaraş wurden Stützpunkte der Terroristen errichtet." (IRIB)

Bundeskriegsminister Thomas de Maizière: "Mit der Entsendung der deutschen Einheiten würden keine Voraussetzungen für einen Eingriff in den syrischen Bürgerkrieg geschaffen. Es gehe ausschließlich um den Schutz der Türkei, auch gegen mögliche Angriffe mit Chemiewaffen." Lasst euch doch mal was Neues einfallen! "Die Verstärkung der Nato-Luftverteidigung dort habe „rein defensiven Charakter“, der Einsatz diene ausdrücklich nicht der Einrichtung einer Flugverbotszone über syrischem Territorium", so de Maizière weiter. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Raketensysteme dazu dienen, den NATO-Bombern den Rücken frei zu halten.

Sevim Dagdelen: Verlegung der Patriot-Raketen sind Kriegsvorbereitungen

Sevim Dağdelen, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für internationale Beziehungen spricht, laut den deutsch-türkischen Nachrichten, von Kriegsvorbereitungen. Am vergangenen Dienstagabend ist die Entscheidung gefallen: Die USA, die Niederlande und Deutschland werden Patriot-Raketen an die türkisch-syrische Grenze verlegen. Es ist gut möglich, dass noch vor Weihnachten auch Soldaten der Bundeswehr in die Türkei müssen. Doch um Bündnisverteidigung, so Dağdelen, gehe es hier nicht.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen habe die Ankündigung, Patriots in die Türkei zu entsenden, sogleich mit der Androhung einer„sofortigen Reaktion der internationalen Gemeinschaft“, verbunden, sollte Syrien in irgendeiner Form Giftgas einsetzen. Außen-Guido (FDP) habe sich dieser Drohung angeschlossen. „Wir haben bereits in anderen Kriegen und Konflikten erlebt, dass Gerüchte über den Einsatz von Chemiewaffen gestreut wurden und Geheimdienste falsch informiert haben, um einen Krieg einzuleiten“, warnt die Politikerin. Dass die Türkei darüber hinaus Anspruch auf die Verfügungsgewalt über die Patriot-Batterien beanspruche, sei besorgniserregend. "Es kann nicht sein, dass Deutschland sich unter dem Schlagwort der 'Bündnissolidarität' in immer neue Kriege hineinziehen lässt. Die NATO ist ein offensives Kriegsführungsbündnis, es gehört abgeschafft“, so Dağdelen weiter.

Saudis sollen zum Tode verurteilte Verbrecher in Syrien einsetzen

Gestern veröffentlichte Dr. Christof Lehmann ein Dokument, das belegen soll, dass Saudi-Arabien Hunderte Todeskandidaten in Syrien einsetzt. Die deutsche Übersetzung des ganzen Artikels besorgte dankenswerterweise chartophylakeion tou polemou via "Hinter der Fichte". Das Geheimdokument zeige, dass die Behörden in Saudi-Arabien die Entlassung einer Reihe der gefährlichsten, zum Tode verurteilten Kriminellen angeordnet habe, welche im Austausch dafür in Syrien kämpfen mussten. Bevor sie nach Syrien verbracht wurden, hatten sie sich einem Training in unkonventioneller Kriegführung, terroristischer Aktivität und dem, was man euphemistisch als “Dschihad” bezeichnet, zu unterziehen. Die Gruppe der Verurteilten bestehe aus 105 Jemeniten, 21 Palästinensern, 212 Saudis, 96 Sudanesen, 254 Syrern, 82 Jordaniern, 68 Somalis, 32 Afghanen, 194 Ägyptern, 203 Pakistanis, 23 Irakis und 44 Kuwaitis. Es sei anzunehmen, dass diese Gruppe nicht die einzige solche ist, welche von Saudi-Arabien aus nach Syrien geschickt.

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